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| Einheit
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Troßschiff Neumark
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| Das Troßschiff Neumark war ein wichtiges Versorgungsschiff der Kriegsmarine, das ursprünglich 1930 als Frachtschiff für die HAPAG vom Stapel lief. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde es für die Marine requiriert und der Gruppe der Troßschiffe unterstellt. Seine Hauptaufgabe bestand in der Versorgung von Überwasserstreitkräften und U-Booten mit Brennstoff, Proviant, Munition und Ersatzteilen in entlegenen Seegebieten. Besonders bekannt wurde die Neumark durch ihre Rolle als Werkstattschiff und Versorger für die im Atlantik operierenden Hilfskreuzer und schweren Einheiten.
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| Entstehung, Funktion und Ende
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| Aufstellung: |
Requisition durch die Kriegsmarine 1939; Umbau zum Troßschiff mit verstärkter Ladeeinrichtung und Bewaffnung zur Selbstverteidigung.
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| Einsatz: |
Operierte vornehmlich im Nordatlantik und in arktischen Gewässern zur Unterstützung der Flottenoperationen und Handelskriegsführung.
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| Aufgabe: |
Seeversorgung (Replenishment at Sea); Instandsetzung von Gefechtsschäden durch mitgeführte Werkstattkapazitäten sowie Aufnahme von Prisenbesatzungen.
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| Ende 1945: |
Nach Kriegsende wurde das Schiff an Großbritannien ausgeliefert und später unter verschiedenen Namen (u.a. Wooster Victory) im zivilen Sektor weitergenutzt.
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| Technische Daten
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| Vermessung: |
7.851 BRT (Bruttoregistertonnen); Tragfähigkeit ca. 11.000 tdw.
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| Abmessungen: |
Länge über alles: 151,8 m / Breite: 19,3 m / Tiefgang: max. 8,4 m.
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| Antrieb: |
1 Mehrstufen-Dampfturbine auf eine Welle; Leistung: ca. 6.200 PS.
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| Geschwindigkeit: |
Maximal 14,5 Knoten (Marschgeschwindigkeit ca. 12 Knoten).
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| Bewaffnung: |
2 x 10,5-cm-L/45 Geschütze; 2 x 3,7-cm-Flak; 4 x 2,0-cm-Flak (variierte je nach Einsatzjahr).
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| Spezifische Merkmale
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| Kapazität: |
Hohe Ladefähigkeit für Schweröl und Trockengüter, was lange Standzeiten für die zu versorgenden Kampfeinheiten ermöglichte.
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| Werkstatt: |
Besaß spezialisierte Werkstätten, die es erlaubten, komplexe technische Reparaturen an Bord befreundeter Schiffe mitten auf dem Ozean durchzuführen.
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| Tarnung: |
Führte während der Unternehmungen häufig Tarnanstriche oder fuhr unter falscher Flagge, um einer Entdeckung durch alliierte Seestreitkräfte zu entgehen.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Versorgungsnetz: |
Die Neumark war Teil des geheimen Etappenwesens, das U-Booten das Nachfassen von Torpedos und Proviant fernab der Heimatstützpunkte ermöglichte.
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| Reparaturstützpunkt: |
Unterstützung beschädigter U-Boote bei der Instandsetzung von Dieselmotoren oder elektrischen Anlagen während laufender Unternehmungen.
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| Stützpunktfunktion: |
Diente als schwimmende Basis für den Austausch von Nachrichten und Befehlen zwischen der Seekriegsleitung und den operierenden Booten.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Akten über die Einsatzplanung der Troßschiffe und Versorgungsmanöver im Atlantik.
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| BArch RM 101 |
Versorgungs- und Hilfskreuzer: Kriegstagebücher der Neumark während ihrer Unternehmungen als Begleitschiff.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit von Marineoffizieren und Fachpersonal auf dem Troßschiff Neumark.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Hilfsschiffe: Troßschiffe und Versorger).
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| Jung / Maass / Wenzel |
„Tanker und Versorger der deutschen Flotte 1900-1980“ (Technische Daten und Lebensläufe).
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| Gröner, Erich |
„Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 4: Hilfsschiffe I: Werkstattschiffe, Versorger, Troßschiffe).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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