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Panzer-Grenadierersatz- und Ausbildungsbataillon 465

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Verband Panzer-Grenadierersatz- und Ausbildungsbataillon 465
Das Panzer-Grenadierersatz- und Ausbildungsbataillon 465 war eine Ausbildungseinheit des Heeres (Wehrkreis V). Es diente der personellen Ergänzung der Panzergrenadier-Verbände und war auf die Ausbildung im motorisierten Erdkampf spezialisiert. In der Endphase des Krieges 1944/45 wurde das Bataillon auch zum Auffangbecken für versprengte Teile anderer Waffengattungen. Es kam in den Rückzugskämpfen in Südwestdeutschland zum Einsatz und wurde bei Kriegsende aufgelöst.
Entstehung, Standort und Ende
Aufstellung: Formiert durch Umbenennung bestehender Ersatz-Einheiten des Heeres; Standort primär im Raum Schorndorf / Ludwigsburg (Wehrkreis V).
Aufgabe: Grund- und Fachausbildung von Panzergrenadieren; Bereitstellung von Marschkompanien für die Front; Ausbildung an Panzerabwehrwaffen.
Unterstellung: Division Nr. 465; operativ im Rahmen der Verteidigung des südwestdeutschen Raumes gegen alliierte Truppen.
Ende 1945: Auflösung im April/Mai 1945; Kapitulation gegenüber US-amerikanischen Streitkräften in Süddeutschland.
Spezifische Merkmale
Ausbildung: Fokus auf dem Zusammenwirken von Infanterie und gepanzerten Fahrzeugen sowie der Panzerbekämpfung im Nahkampf.
Alarmverbände: 1945 wurde das Bataillon zur Aufstellung von Alarmeinheiten („Kampfgruppen“) herangezogen, um Frontlücken zu schließen.
Personalmix: In der Endphase Integration von „Laufbahnwechslern“ und Personalüberschüssen der Luftwaffe und Marine in den infanteristischen Dienst.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Umbenennung: Zahlreiche Marineangehörige, darunter U-Boot-Spezialisten ohne Bordkommando, wurden 1945 zu diesem Bataillon kommandiert, um für den Erdkampf umgeschult zu werden.
Letztes Aufgebot: Das Bataillon bildete die personelle Brücke, in der hochqualifiziertes technisches Marinepersonal als „einfache Grenadiere“ im Landschlachtfeld geopfert wurde.
Erdkampf: Ehemalige U-Boot-Fahrer erhielten hier die notwendige Kurzeinweisung in Panzerfaust und MG-Dienst für die finale Verteidigung des Reichsgebiets.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RH 37 Ersatzheer: Akten über die Gliederung und den Einsatz der Ersatz- und Ausbildungsbataillone im Wehrkreis V.
BArch RH 2 OKH / Generalstab: Berichte über die Zuweisung von Marine-Personalersatz an Heereseinheiten 1945.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Marinesoldaten mit dem Vermerk „versetzt zum Pz.Gren.Ers.u.Ausb.Btl. 465“.
Literaturverweise
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Gliederung der Ersatz-Einheiten des Wehrkreises V).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Das Ende: Abgabe von Personal an das Heer).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Schnittstellen zum Heereseinsatz 1945).
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