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| Behörde
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Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion
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| Das Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion (bis 1943 Reichsministerium für Bewaffnung und Munition) war die zentrale Steuerungsinstanz der deutschen Kriegswirtschaft. Unter der Leitung von Fritz Todt (bis 1942) und Albert Speer übernahm das Ministerium die Lenkung der gesamten industriellen Fertigung, die Rohstoffverteilung und die Priorisierung von Rüstungsprojekten. Es löste die dezentrale Rüstungsplanung der Teilstreitkräfte zugunsten einer zentralisierten, industriellen Produktion ab, wobei die Marine durch den Hauptausschuss Schiffbau direkt in die Planungen eingebunden war.
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| Entstehung, Funktion und Ende
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| Gründung: |
Am 17.03.1940 als RMfBuM errichtet; ab 02.09.1943 Umbenennung in Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion.
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| Leitung: |
1940–1942 Fritz Todt; 1942–1945 Albert Speer. Das Ministerium verfügte über weitreichende Vollmachten gegenüber der Privatindustrie.
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| Aufgabe: |
Zentralisierung der Rüstungswirtschaft; Rationalisierung der Fertigungsprozesse; Verwaltung des Facharbeitereinsatzes und der Rohstoffkontingente.
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| Ende 1945: |
Mit der Kapitulation im Mai 1945 wurde das Ministerium durch die Alliierten aufgelöst; die Führungsspitze wurde in den Nürnberger Prozessen interniert.
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| Spezifische Merkmale
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| Selbstverantwortung: |
Einführung der „Selbstverantwortung der Industrie“, bei der Ingenieure und Industrieführer in Ausschüssen die Produktion optimierten.
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| Vorrangstufen: |
Festlegung von Dringlichkeitsstufen (z.B. DE-Stufe), die über die Zuteilung von Stahl, Kupfer und Arbeitskräften entschieden.
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| Jägerstab: |
Bildung von Krisenstäben (später auch Rüstungsstab) zur Sicherstellung der Produktion unter massiven alliierten Luftangriffen.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Sektionsbau: |
Das Ministerium forcierte ab 1943 den revolutionären Sektionsbau für die Typen XXI und XXIII zur drastischen Verkürzung der Bauzeiten.
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| Hauptausschuss: |
Der Hauptausschuss Schiffbau (HAS) im Ministerium übernahm die direkte Steuerung der U-Boot-Werften und verdrängte teils das K-Amt der Marine.
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| Priorisierung: |
Speer erkannte die strategische Bedeutung der U-Boot-Waffe und räumte dem Bauprogramm zeitweise absolute Priorität vor Panzer- und Flugzeugbau ein.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch R 3 |
Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion: Akten über die Rüstungsplanung, Protokolle der Ministerkonferenzen und HAS-Berichte.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Korrespondenz zwischen der Marineführung und Speer bezüglich der Materialzuteilungen für den U-Boot-Bau.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über Marineverbindungsoffiziere im Rüstungsministerium.
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| Literaturverweise
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| Speer, Albert |
„Erinnerungen“ (Details zur Umstellung des U-Boot-Baus auf Sektionsfertigung).
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| Tooze, Adam |
„Ökonomie der Zerstörung“ (Analyse der Effizienzsteigerungen unter dem Rüstungsministerium).
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| Rössler, Eberhard |
„Geschichte des deutschen U-Bootbaus“ (Zusammenwirken von HAS und Marinebehörden).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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