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| Ausbildung
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U-Lehrgang für Offiziere
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| Der U-Lehrgang für Offiziere war die höchste Stufe der fachspezifischen Qualifizierung innerhalb der U-Boot-Waffe. Er zielte darauf ab, Seeoffiziere für die komplexen Aufgaben der Schiffsführung, Waffensteuerung und taktischen Leitung auf einem Unterseeboot auszubilden und aus den Teilnehmern spezialisierte Wachoffiziere sowie zukünftige Kommandanten zu formen.
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| Ziele und Ausbildungsinhalte
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| Technik & Stabilität: |
Vermittlung physikalischer Grundlagen zum Tauchvorgang sowie zur statischen und dynamischen Stabilität (Tauch- und Trimmlehre).
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| Rettungsausbildung: |
Obligatorisches Training am Tauchretter im Tauchtopf (z. B. bei der 1. U.L.D.). Simulation des Ausstiegs aus gesunkenen Einheiten zur Prüfung der Kaltblütigkeit.
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| Taktik & Sehrohr: |
Erste Einweisungen in die U-Boot-Taktik und praktische Handhabung des Sehrohrs an mechanischen Simulatoren (Schnellidentifizierung von Schiffssilhouetten).
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| Selektionsfunktion: |
Prüfung der physischen und psychischen Belastbarkeit. Bei Anzeichen von Platzangst oder mangelnder technischer Eignung erfolgte die Rückversetzung in den Überwasser-Dienst.
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| Spezifische Merkmale & Selektion
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| Medizinische Prüfung: |
Belastungstests in der Druckkammer zur Prüfung der Trommelfellfunktion bei schnellem Druckaufbau (Alarmtauchen).
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| CO2-Toleranz: |
Training des Ausharrens bei steigendem Kohlendioxidgehalt zur Erkennung von Vergiftungserscheinungen und Einleitung von Gegenmaßnahmen (Kali-Patronen).
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| Allround-Prinzip: |
Vermittlung technischer Grundkenntnisse der Diesel- und E-Maschinen, um im Notfall (Ausfall des L.I.) technische Abläufe überwachen zu können.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Taktische Exzellenz: |
Vermittlung der Grundlagen für die „Rudeltaktik“ und das Nachtangriffsverfahren, welche die Erfolge der ersten Kriegshälfte begründeten.
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| Führungsverantwortung: |
Fokus auf die Menschenführung unter extremen Bedingungen, um die Moral der Besatzung bei Wasserbombenverfolgungen aufrechtzuerhalten.
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| Werdegang: |
Der erfolgreiche Abschluss galt als Nachweis der „U-Boot-Tauglichkeit“ und war Voraussetzung für die Kommandierung zur Baubelehrung (z. B. für den Typ XXI).
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 20 / 904 |
Personalbestimmungen und Ausbildungsrichtlinien für Seeoffiziere der U-Boot-Waffe.
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| BArch RM 123 / 15 |
Lehrgangspläne der 2. U.L.D. für Kommandanten- und Wachoffizierslehrgänge.
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| BArch RM 20 / 1022 |
Berichte über die Erfahrungen der Ausbildungsflottillen bei der Schulung von Offiziersnachwuchs.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Personalien und Ausbildungsgänge der Seeoffiziere).
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| Mulligan, Timothy P. |
"Die Männer der deutschen U-Boot-Waffe 1939–1945: Eine soziodemographische Analyse" (Detaillierte Darstellung der Auswahlkriterien und Lehrgangsdauer).
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| Busch / Röll |
"Der U-Boot-Krieg 1939–1945: Die deutschen U-Boot-Kommandanten" (Enthält biografische Daten zur Ausbildungsbiografie der Seeoffiziere).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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