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| Funktion
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Zugführer
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| Ein Zugführer war in der Kriegsmarine kein Dienstgrad, sondern eine Dienststellung. Er trug die Verantwortung für die Führung und Ausbildung einer Untereinheit (Zug) von etwa 30 bis 40 Mann. Er bildete das entscheidende Bindeglied zwischen der Gruppenebene und der Kompanieführung und war maßgeblich für die militärische Erziehung und Disziplin des Personals verantwortlich.
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| Hierarchie, Aufgaben & Qualifikation
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| Einordnung: |
Stellung zwischen Gruppenführer (10–12 Mann) und Kompaniechef. Besetzung meist durch erfahrene Oberfeldwebel oder junge Leutnants zur See.
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| Ausbildung: |
Leitung des täglichen Formaldienstes (Exerzieren) und der infanteristischen Grundausbildung. Verantwortung für Disziplin, Ausrüstung und fachliche Unterweisung.
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| Qualifikation: |
Absolvierung eines spezifischen Zugführerlehrgangs mit Fokus auf Menschenführung, Befehlsgebung und die Marine-Dienstvorschrift Nr. 293 (Bordordnung).
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| Borddienst: |
Auf größeren Schiffen Führung personeller Abschnitte; auf U-Booten informeller, oft durch Wachoffiziere oder Portepee-Unteroffiziere für Fachbereiche (z. B. technischer Zug) wahrgenommen.
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| Spezifische Merkmale & Besonderheiten
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| Erziehungsgewalt: |
Der Zugführer war die erste prägende militärische Autorität für Rekruten nach dem Eintritt in die Marine und legte das Fundament für die spätere Zuverlässigkeit.
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| Disziplinarinstanz: |
Er fungierte als erste Instanz bei Verstößen gegen die Bordordnung innerhalb des Zuges und sorgte für die "militärische Haltung" vor der Versetzung an Fachschulen.
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| Fachliche Zuarbeit: |
In den U-Boot-Lehrdivisionen (U.L.D.) führten Zugführer die Teilnehmer organisatorisch durch spezialisierte Kurse wie den Fahrgerät-Lehrgang.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Basisausbildung: |
Jeder U-Boot-Fahrer durchlief die Schule eines Zugführers, in der die für den Dienst auf engstem Raum lebensnotwendige Disziplin gedrillt wurde.
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| Personalhistorie: |
In den Stammrollen (BArch RM 121/642) dokumentiert diese Verwendung oft eine Phase der Lehrtätigkeit oder eine wichtige Beförderungsetappe.
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| Eignungsprüfung: |
Die Rolle als Zugführer galt als Nachweis für die charakterliche Eignung zur Menschenführung unter Belastung.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 3 / 1024 |
Dienstvorschriften über die Aufgaben der Zugführer in den Landdienststellen der Kriegsmarine.
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| BArch RM 121 / 162 |
Bestimmungen über die Ausbildung und Führung in den Schiffsstammabteilungen (1939–1945).
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| BArch RM 121 / 642 |
Personalstammrollen der Marinestationen mit Nachweisen über die Verwendung als Zugführer.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Hierarchie und Dienststellungen an Land).
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| Tessin, Georg |
"Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, Übersicht der Marine-Lehr- und Stammabteilungen).
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| Mulligan, Timothy P. |
"Die Männer der deutschen U-Boot-Waffe 1939–1945" (Soziale Struktur und Ausbildungshierarchie).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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