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10. Schiffsstammabteilung: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Die 10. Schiffsstammabteilung war ein Friedenstruppenteil mit Standort Wesermünde und wurde im August 1937 aufgestellt. Sie unterstand dem 2. Admiral der Nordsee bzw. dem 2. Schiffsstammregiment. Im Winter 1941/42 wurde der Abteilung das Marine-Sonderkommando mit drei Batterien eingegliedert. Die Abteilung wurde am 01.01.1944 zur 4. Marine-Lehrabteilung. Am gleichen Tag wurde die 10. Schiffsstammabteilung in Assens in den Niederlanden mit vier Kompanien neu aufgestellt. Sie unterstand dem 2. Admiral der Nordsee bzw. dem 4. Schiffsstammregiment. Sie wurde im März 1945 zum Marine-Schützen-Regiment 162 der 16. Marine-Infanterie-Division.
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| colspan="3" | Die 10. Schiffsstammabteilung (10. S.S.A.) war ein grundlegender Ausbildungsverband der Kriegsmarine. Sie als „militärische Kinderstube“ für einen Teil des U-Boot-Personals, das seine Grundausbildung nicht in Stralsund (II. S.S.A.), sondern an der Nordsee oder im besetzten Ausland erhielt.
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Aktuelle Version vom 31. Januar 2026, 15:45 Uhr

Datenblatt 10. Schiffsstammabteilung
Die 10. Schiffsstammabteilung (10. S.S.A.) war ein grundlegender Ausbildungsverband der Kriegsmarine. Sie als „militärische Kinderstube“ für einen Teil des U-Boot-Personals, das seine Grundausbildung nicht in Stralsund (II. S.S.A.), sondern an der Nordsee oder im besetzten Ausland erhielt.
Entstehung, Funktion und Ende
Entstehung: Die Abteilung wurde am 01.01.1938 in Norden (Ostfriesland) aufgestellt. Sie unterstand der 2. Admiralität der Nordsee (bzw. dem B.S.N.).
Aufstellung (Wesermünde): Während die ersten Kerneinheiten bereits 1938 in Norden (Ostfriesland) bestanden, wurde die Abteilung im August/September 1939 in Wesermünde (Bremerhaven) als voll einsatzfähiger Verband für den Kriegszustand formiert.
Stationierung 1940: Kurz nach dem Westfeldzug (Juni 1940) erfolgte die Verlegung nach Sinnich/Belgien und in den Raum Boulogne, um Personal für die geplante Invasion Englands (Seelöwe) bereitzustellen.
Rückkehr nach Wesermünde: Ab 1941 war die Abteilung wieder fest in Wesermünde ansässig, bevor sie gegen Kriegsende (1944/45) weiter ins Binnenland (Zeven/Bremervörde) auswich.
Funktion: Durchführung der infanteristischen Grundausbildung für Rekruten.
Standortwechsel: Im Zuge der Kriegsereignisse wurde die Abteilung im Juni 1940 nach Sinnich (nahe Boulogne, Belgien/Frankreich) verlegt, um Personal für das Unternehmen Seelöwe und die Sicherung der Kanalküste vorzubereiten.
Rückverlegung: Später (1941) erfolgte die Verlegung nach Wesermünde (Bremerhaven) und schließlich nach Zeven.
Ende: Die 10. S.S.A. wurde im April/Mai 1945 aufgelöst. Wie viele Schiffsstammabteilungen bildete sie in den letzten Wochen Marine-Schützen-Bataillone, die im Erdkampf gegen die vorrückenden Briten in Norddeutschland eingesetzt wurden.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Rekruten, die nach ihrer Grundausbildung bei der 10. S.S.A. zur U-Boot-Waffe strebten, wurden von hier aus an die U-Stammkompanien oder direkt zur technischen Fachausbildung (z. B. nach Neustadt) versetzt. Im Wiki taucht sie oft als erste Station im Wehrpass von Männern auf, die später auf Booten der in Wilhelmshaven oder den Niederlanden stationierten Flottillen dienten.
Wiki-Tipp:
Achtet auf den Zeitraum 1940: Wenn ein U-Boot-Fahrer zu dieser Zeit bei der 10. S.S.A. war, befand er sich im Raum Boulogne. Dies ist oft die Erklärung, warum Seeleute in ihren Biografien "Landdienst in Frankreich" stehen haben, bevor sie auf ein Boot kamen.
Quellenangabe
Bundesarchiv Bestand RM 121 Marine-Ersatz- und Ausbildungsabteilungen. Der Hauptbestand für die 10. S.S.A. Er dokumentiert die Aufstellung in Norden und die verschiedenen Standortverlegungen.
Bundesarchiv Abteilung PA (Berlin-Tegel) Hier liegen die Stammrollen der 10. S.S.A., mit denen ihr das Eintrittsdatum und die Vereidigung von Besatzungsmitgliedern abgleichen könnt.
Lexikon der Wehrmacht → 10. Schiffsstammabteilung
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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