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7. Torpedobootsflottille: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | Die 7. Torpedobootsflottille war ein operativer Verband der Kriegsmarine, der vornehmlich für Sicherungs- und Geleitaufgaben in der Nordsee, im Skagerrak und später in der Ostsee eingesetzt wurde. Im Gegensatz zu den Angriffsflottillen im Ärmelkanal lag ihr Schwerpunkt auf der Sicherung der strategisch wichtigen Verbindungswege nach Norwegen sowie dem Schutz der Ausbildungseinheiten im Ostseeraum. Die Flottille verfügte über eine Mischung aus älteren Einheiten der Raubvogel-Klasse und moderneren Flottentorpedobooten.
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| colspan="3" | Die 7. Torpedobootsflottille war ein operativer Verband der Kriegsmarine, der vornehmlich für Sicherungs- und Geleitaufgaben in der Nordsee, im Skagerrak und in der Ostsee eingesetzt wurde. Ihr Schwerpunkt lag auf der Sicherung der strategischen Verbindungswege nach Norwegen sowie dem Schutz der Ausbildungseinheiten im Ostseeraum. Die Flottille verfügte über eine Mischung aus Einheiten der Raubvogel-Klasse und moderneren Flottentorpedobooten.
 
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| colspan="3" | Aufstellung und Standorte: Die Flottille wurde im Sommer 1940 im Zuge der Neuorganisation der Torpedobootsverbände nach dem Unternehmen „Weserübung“ aufgestellt. Ihr Hauptstützpunkt war zunächst Kristiansand in Südnorwegen, später verlegte der Schwerpunkt nach Gotenhafen und Kiel. Sie unterstand operativ dem Führer der Torpedoboote. Zu den Einheiten gehörten zeitweise Boote wie „T 1“, „T 4“, „T 7“ und „T 8“.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Sommer 1940 im Zuge der Neuorganisation der Torpedobootsverbände nach dem Unternehmen „Weserübung“.
 
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| colspan="3" | Aufgabenprofil: Die Kernaufgaben umfassten den Geleitschutz für Truppen- und Materialtransporte zwischen Deutschland und Norwegen sowie die lückenlose Überwachung der Seewege gegen britische Luft- und Seeangriffe. In der Ostsee fungierte die Flottille als Sicherungsverband für schwere Einheiten bei deren Erprobungsfahrten und übernahm die U-Boot-Sicherung im Küstenvorfeld.
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| Standorte: || colspan="3" | Zunächst Kristiansand (Südnorwegen), später Verlagerung des Schwerpunkts nach Gotenhafen und Kiel.
 
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| colspan="3" | Das Schicksal bei Kriegsende: In den letzten Kriegsmonaten des Jahres 1945 war die 7. Torpedobootsflottille massiv in die Evakuierung der Ostgebiete (Unternehmen Hannibal) eingebunden. Die Boote sicherten die großen Flüchtlingsschiffe gegen sowjetische U-Boote und Fliegerangriffe. Nach der Kapitulation am 08.05.1945 wurden die verbleibenden Einheiten in dänischen und deutschen Häfen interniert und später als Reparationen an die Siegermächte (Sowjetunion und Frankreich) übergeben.
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| Unterstellung: || colspan="3" | Operativ dem Führer der Torpedoboote (F.d.T.) unterstellt.
 
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| Einheiten: || colspan="3" | Einsatz von Booten wie T 1, T 4, T 7 und T 8 sowie moderneren Einheiten vom Typ 1935 und Typ 1937.
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| Kriegsende: || colspan="3" | Mai 1945: Massive Einbindung in das Unternehmen Hannibal (Evakuierung der Ostgebiete). Nach der Kapitulation Übergabe als Reparationen an die Sowjetunion und Frankreich.
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| colspan="3" | Sicherung der Ausbildungsflottillen: Die 7. Torpedobootsflottille war maßgeblich an der Sicherung der Übungsgebiete der 2. Unterseeboot-Lehrdivision in der Danziger Bucht beteiligt. Sie hielt die Gewässer frei von feindlichen Aufklärern und stellte sicher, dass die taktische Ausbildung der U-Boot-Crews ungestört durchgeführt werden konnte.
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| Geleitschutz: || colspan="3" | Sicherung von Truppen- und Materialtransporten zwischen Deutschland und Norwegen gegen britische Luft- und Seeangriffe.
 
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| colspan="3" | Geleitschutz für Frontboote: Bei der Verlegung von U-Booten aus der Ostsee zu den Frontstützpunkten in Norwegen (z. B. zur 11. oder 13. U-Flottille) übernahm die 7. Torpedobootsflottille den Schutz im gefährdeten Bereich des Skagerraks, um die Boote vor britischen U-Boot-Lauerstellungen zu schützen.
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| Küstenvorfeld: || colspan="3" | Übernahme der U-Jagd-Sicherung und Schutz schwerer Einheiten (Schlachtschiffe/Kreuzer) während ihrer Erprobungsfahrten in der Ostsee.
 
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| colspan="3" | Zusammenarbeit bei der U-Boot-Jagd: Im Rahmen der Ausbildung und bei scharfen Einsätzen koordinierte die Flottille ihre S-Gerät-Ortungen (frühes Sonar) mit den U-Booten, um das gemeinsame taktische Vorgehen gegen Unterwasserziele zu perfektionieren.
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| S-Gerät-Einsatz: || colspan="3" | Aktive Nutzung früher Sonar-Technik (S-Gerät) zur Ortung und Bekämpfung feindlicher Unterwasserziele in den Ausbildungsgewässern.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| B.Arch. RM 72 || colspan="3" | Kriegstagebücher (KTB) der Torpedobootsflottillen (Dokumentiert die täglichen Geleiteinsätze und die Zusammenarbeit mit der U-Boot-Waffe).
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| Ausbildungsschutz: || colspan="3" | Maßgebliche Sicherung der Übungsgebiete der [[2. U.L.D.]] in der Danziger Bucht; Fernhaltung feindlicher Aufklärer für einen ungestörten Übungsbetrieb.
 
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| B.Arch. RM 61 || colspan="3" | Akten des Führers der Torpedoboote (Belegt die materielle Ausstattung und die personelle Struktur der 7. Torpedobootsflottille).
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| Skagerrak-Passage: || colspan="3" | Geleitschutz für Frontboote bei der Verlegung von den Ostseewerften zu den Stützpunkten der [[11. U-Flottille]] oder [[13. U-Flottille]] in Norwegen gegen britische Lauerstellungen.
 
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| B.Arch. RM 7 / 2331 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur Sicherung des Nordraums (Enthält Berichte über die strategische Bedeutung der Torpedoboot-Geleite).
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| Taktik-Training: || colspan="3" | Koordination der S-Gerät-Ortungen mit den Besatzungen zur Perfektionierung des gemeinsamen taktischen Vorgehens gegen Unterwasserziele.
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945: Gliederung, Einsatz, Stellenbesetzung. (Band II, Kapitel über die Torpedobootsverbände).
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| BArch RM 72 || colspan="3" | Kriegstagebücher (KTB) der Torpedobootsflottillen (Tägliche Geleiteinsätze und Zusammenarbeit mit der U-Boot-Waffe).
 
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945. (Detaillierte Übersicht der Standorte und Flottillenchefs).
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| BArch RM 61 || colspan="3" | Akten des Führers der Torpedoboote (Materielle Ausstattung und personelle Struktur der 7. Flottille).
 
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| Gröner, Erich || colspan="3" | Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. (Band 2, technische Daten zu den Torpedobooten vom Typ 1935 und 1937).
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| BArch RM 7 / 2331 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur Sicherung des Nordraums (Strategische Bedeutung der Geleite).
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel über die Torpedobootsverbände).
 
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
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| Gröner, Erich || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 2, technische Daten zu den Booten Typ 1935 und 1937).
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 13:47 Uhr

Verband 7. Torpedobootsflottille
Die 7. Torpedobootsflottille war ein operativer Verband der Kriegsmarine, der vornehmlich für Sicherungs- und Geleitaufgaben in der Nordsee, im Skagerrak und in der Ostsee eingesetzt wurde. Ihr Schwerpunkt lag auf der Sicherung der strategischen Verbindungswege nach Norwegen sowie dem Schutz der Ausbildungseinheiten im Ostseeraum. Die Flottille verfügte über eine Mischung aus Einheiten der Raubvogel-Klasse und moderneren Flottentorpedobooten.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Sommer 1940 im Zuge der Neuorganisation der Torpedobootsverbände nach dem Unternehmen „Weserübung“.
Standorte: Zunächst Kristiansand (Südnorwegen), später Verlagerung des Schwerpunkts nach Gotenhafen und Kiel.
Unterstellung: Operativ dem Führer der Torpedoboote (F.d.T.) unterstellt.
Einheiten: Einsatz von Booten wie T 1, T 4, T 7 und T 8 sowie moderneren Einheiten vom Typ 1935 und Typ 1937.
Kriegsende: Mai 1945: Massive Einbindung in das Unternehmen Hannibal (Evakuierung der Ostgebiete). Nach der Kapitulation Übergabe als Reparationen an die Sowjetunion und Frankreich.
Spezifische Merkmale & Aufgabenprofil
Geleitschutz: Sicherung von Truppen- und Materialtransporten zwischen Deutschland und Norwegen gegen britische Luft- und Seeangriffe.
Küstenvorfeld: Übernahme der U-Jagd-Sicherung und Schutz schwerer Einheiten (Schlachtschiffe/Kreuzer) während ihrer Erprobungsfahrten in der Ostsee.
S-Gerät-Einsatz: Aktive Nutzung früher Sonar-Technik (S-Gerät) zur Ortung und Bekämpfung feindlicher Unterwasserziele in den Ausbildungsgewässern.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Ausbildungsschutz: Maßgebliche Sicherung der Übungsgebiete der 2. U.L.D. in der Danziger Bucht; Fernhaltung feindlicher Aufklärer für einen ungestörten Übungsbetrieb.
Skagerrak-Passage: Geleitschutz für Frontboote bei der Verlegung von den Ostseewerften zu den Stützpunkten der 11. U-Flottille oder 13. U-Flottille in Norwegen gegen britische Lauerstellungen.
Taktik-Training: Koordination der S-Gerät-Ortungen mit den Besatzungen zur Perfektionierung des gemeinsamen taktischen Vorgehens gegen Unterwasserziele.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 72 Kriegstagebücher (KTB) der Torpedobootsflottillen (Tägliche Geleiteinsätze und Zusammenarbeit mit der U-Boot-Waffe).
BArch RM 61 Akten des Führers der Torpedoboote (Materielle Ausstattung und personelle Struktur der 7. Flottille).
BArch RM 7 / 2331 Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur Sicherung des Nordraums (Strategische Bedeutung der Geleite).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel über die Torpedobootsverbände).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 2, technische Daten zu den Booten Typ 1935 und 1937).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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