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Flakwaffenleiterlehrgang: Unterschied zwischen den Versionen

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| Funktion: || colspan="3" | Ausbildung zum Leiter der Flak-Zentrale. Der Waffenleiter berechnete die Vorhaltewerte für schnellfliegende Ziele und gab die korrigierten Schießdaten (Seite, Höhe, Tempierung) elektrisch oder mündlich an die Flak-Batterie weiter.
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| Gerätetechnik: || colspan="3" | Intensive Schulung an den Kommandogeräten (z. B. Kleinkommando-Gerät 37 oder Rechengerät C/IV). Diese mechanischen Analogrechner ermittelten aus den optischen Messdaten die notwendigen Rohrerhöhungen.
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| Optik-Drill: || colspan="3" | Ausbildung an 3-Meter- und 4-Meter-Basis-Entfernungsmessgeräten (Em). Der Waffenleiter musste die Güte der optischen Einpeilung bewerten und bei Störungen (Rauch, Blendung) sofort auf Schätzverfahren umschalten.
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| Standorte: || colspan="3" | Durchführung vornehmlich an der Marine-Flakschule (M.A.S.) I in Swinemünde oder M.A.S. II in Dax (Frankreich) sowie in den Ausbildungseinheiten der [[II. Marine-Artillerieabteilung]] in Wilhelmshaven.
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| Nachtgefecht: || colspan="3" | Schulung im Zusammenwirken mit der Scheinwerfer-Leitung und den frühen Funkmessgeräten (Radar) zur Zielzuweisung bei Dunkelheit oder Bewölkung.
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| Brückenleitung: || colspan="3" | Viele Wachoffiziere besaßen Teilelemente dieses Lehrgangs, um bei Fliegerangriffen auf See die 2-cm- und 3,7-cm-Flak zielgerichtet gegen Sturzkampfbomber einzusetzen.
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| BArch RM 7 / 843 || colspan="3" | Seekriegsleitung: Berichte über die Wirksamkeit der Flak-Feuerleitung auf See.
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| Müller, Werner || colspan="3" | "Die schwere Flak: 8,8 cm - 10,5 cm - 12,8 cm - 15 cm" (Details zur Feuerleittechnik).
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 15:08 Uhr

Ausbildung Flakwaffenleiterlehrgang
Der Flakwaffenleiterlehrgang war eine hochspezialisierte technische und taktische Ausbildung für Offiziere und Unteroffiziere der Marine-Artillerie. Ziel war die Befähigung zur zentralen Feuerleitung der Flugabwehrbewaffnung auf Schiffen oder in ortsfesten Batterien. Der Waffenleiter koordinierte das Zusammenwirken von Entfernungsmessgeräten, Kommandogeräten und den ausführenden Geschützbedienungen.
Historischer Kontext & Ausbildungsinhalte
Funktion: Ausbildung zum Leiter der Flak-Zentrale. Der Waffenleiter berechnete die Vorhaltewerte für schnellfliegende Ziele und gab die korrigierten Schießdaten (Seite, Höhe, Tempierung) elektrisch oder mündlich an die Flak-Batterie weiter.
Gerätetechnik: Intensive Schulung an den Kommandogeräten (z. B. Kleinkommando-Gerät 37 oder Rechengerät C/IV). Diese mechanischen Analogrechner ermittelten aus den optischen Messdaten die notwendigen Rohrerhöhungen.
Optik-Drill: Ausbildung an 3-Meter- und 4-Meter-Basis-Entfernungsmessgeräten (Em). Der Waffenleiter musste die Güte der optischen Einpeilung bewerten und bei Störungen (Rauch, Blendung) sofort auf Schätzverfahren umschalten.
Standorte: Durchführung vornehmlich an der Marine-Flakschule (M.A.S.) I in Swinemünde oder M.A.S. II in Dax (Frankreich) sowie in den Ausbildungseinheiten der II. Marine-Artillerieabteilung in Wilhelmshaven.
Spezifische Merkmale & Technik
Tempierung: Spezifisches Training in der Einstellung von Zeitzündern. Der Waffenleiter bestimmte den exakten Punkt auf der Flugbahn, an dem die Granaten im Zielbereich detonieren mussten (Sperrfeuer-Koordination).
Nachtgefecht: Schulung im Zusammenwirken mit der Scheinwerfer-Leitung und den frühen Funkmessgeräten (Radar) zur Zielzuweisung bei Dunkelheit oder Bewölkung.
Ballistik: Vertiefte Lehre über Luftwiderstand, Windkorrekturen und die Eigenbewegung des Schiffes, die bei der Berechnung der Flugbahn von 3,7-cm- und 10,5-cm-Flak berücksichtigt werden mussten.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Typ XXI Spezifik: Für die ferngesteuerten Flak-Türme der neuen Elektro-Boote war das Wissen der Waffenleiter essenziell, um die automatische Zielverfolgung und die Synchronisation der Türme zu überwachen.
Brückenleitung: Viele Wachoffiziere besaßen Teilelemente dieses Lehrgangs, um bei Fliegerangriffen auf See die 2-cm- und 3,7-cm-Flak zielgerichtet gegen Sturzkampfbomber einzusetzen.
Fliegerabwehr-Taktik: Transfer von Erkenntnissen über die Manövrierfähigkeit alliierter Jagdbomber in die taktischen Anweisungen der 1. U.L.D..
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 123 Akten der Marineschulen (Lehrgangspläne der Marine-Flakschulen und Prüfungsprotokolle).
BArch RM 7 / 843 Seekriegsleitung: Berichte über die Wirksamkeit der Flak-Feuerleitung auf See.
BArch PERS 6 Personalakten: Vermerke über die Qualifikation zum "Flak-Waffenleiter" bei Artillerie-Spezialisten.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Marineartillerie und Ausbildungswesen).
Müller, Werner "Die schwere Flak: 8,8 cm - 10,5 cm - 12,8 cm - 15 cm" (Details zur Feuerleittechnik).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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