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Ausbildungsoffizier: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | In der Struktur der Kriegsmarine war der Ausbildungsoffizier (A.O.) eine funktionale Dienststellung, die sowohl an Land (Schulen/Lehrdivisionen) als auch auf größeren Einheiten existierte. Er war eine Schlüsselfigur für die Qualifizierung des Nachwuchses.
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| colspan="3" | Der Ausbildungsoffizier (A.O.) war eine zentrale funktionale Dienststellung in der Kriegsmarine, die sowohl an Land (Schulen und Lehrdivisionen) als auch auf größeren Einheiten existierte. Er fungierte als Schlüsselfigur für die fachliche Qualifizierung des Nachwuchses und war verantwortlich für die methodische Umsetzung der Lehrpläne sowie die taktische Vorbereitung der Besatzungen auf den Fronteinsatz.
 
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| colspan="3" | Die Dienststellung war fester Bestandteil des Ausbildungswesens und gewann mit der massiven Expansion der U-Boot-Waffe ab 1940 an Bedeutung.
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| Einsatzbereiche: || colspan="3" | Fester Bestandteil des Ausbildungswesens seit der Reichsmarine; tragende Säule in Marineschulen, Schiffsstammabteilungen und Unterseeboot-Lehrdivisionen (U.L.D.).
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| Fachliche Leitung: || colspan="3" | Durchführung und Überwachung der Lehrpläne als fachliches Gegenstück zum administrativ orientierten Kompaniechef. Verantwortlich für Dienstpläne und Prüfungen.
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| Schulboote: || colspan="3" | Spezifische Unterweisung von Fähnrichen und Kommandantenschülern in Taktik und Technik auf Einheiten der Ausbildungsflottillen (z. B. [[24. U-Flottille]]).
 
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| Kriegsende: || colspan="3" | Einstellung des regulären Lehrbetriebs im Frühjahr 1945; Versetzung der A.O. als Wachoffiziere auf Frontboote oder zur Führung von Marine-Schützen-Einheiten.
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| colspan="3" | An Land (Schulen): In Einrichtungen wie der Sperrwaffenschule oder den U-Boots-Lehrdivisionen (U.L.D.) war der Ausbildungsoffizier für die Durchführung und Überwachung der Lehrpläne verantwortlich. Er war das fachliche Gegenstück zum eher administrativ/disziplinarisch orientierten Kompaniechef.
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| colspan="3" | An Bord (Schulboote): Auf den Booten der Ausbildungsflottillen (z. B. der [[24. U-Flottille]]) gab es spezifische Ausbildungsoffiziere, die die Fähnriche und Kommandantenschüler taktisch und technisch unterwiesen.
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| Waffeneinweisung: || colspan="3" | Intensive Schulung in neuen Waffensystemen, insbesondere bei der Einführung neuer Torpedotypen und deren Zielvorgaben.
 
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| Baubelehrung: || colspan="3" | Leitung der technischen Einweisung neuer Besatzungen in die Systeme der Neubauten, insbesondere bei Booten vom Typ [[XXI]] und Typ [[XXIII]].
 
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| colspan="3" | Aufgaben: Erstellung von Dienstplänen, Durchführung von Prüfungen, Beurteilung der fachlichen Eignung für den Fronteinsatz und die Einweisung in neue Waffensysteme (z. B. neue Torpedotypen).
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| Eignungsprüfung: || colspan="3" | Beurteilung der fachlichen und charakterlichen Eignung der Lehrgangsteilnehmer für den harten Dienst unter Feindeinwirkung.
 
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| colspan="3" | Die reguläre Tätigkeit der Ausbildungsoffiziere endete mit der Einstellung des Lehrbetriebs im Frühjahr 1945. Viele A.O. wurden in der Endphase als reguläre Wachoffiziere oder Kommandanten auf Frontboote kommandiert oder übernahmen Führungsaufgaben in Marine-Schützen-Einheiten.
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| Wissenstransfer: || colspan="3" | Kommandierung erfahrener Frontoffiziere zur [[27. U-Flottille]] (Taktik), um neueste Erkenntnisse aus der Atlantikschlacht unmittelbar in die Ausbildung zu integrieren.
 
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| Expertise: || colspan="3" | In den Personalakten (BArch PERS 6) markiert diese Stellung oft eine Phase der Anerkennung als Fachexperte für den gesamten Waffennachwuchs.
 
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| Führungsnachwuchs: || colspan="3" | Betreuung der Kommandantenschüler während der taktischen Übungen zur Sicherstellung eines einheitlichen hohen Führungsstandards.
 
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| colspan="3" | Der Ausbildungsoffizier war der „Qualitätswächter“. In den Personalakten (PERS 6) sind seine Fachbeurteilungen oft ausschlaggebend dafür, ob ein Bewerber die U-Schule bestand. Bekannte U-Boot-Kommandanten kehrten oft nach erfolgreichen Feindfahrten als Ausbildungsoffiziere an die Schulen zurück, um ihre Einsatzerfahrung weiterzugeben.
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| BArch RM 3 / 1024 || colspan="3" | Dienstvorschriften über die Bestallung und die Aufgaben der Ausbildungsoffiziere in der Kriegsmarine.
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| BArch RM 121 / 162 || colspan="3" | Lehrplanrichtlinien und Bestimmungen über die Offiziersausbildung an den Fachschulen (1939–1945).
 
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! colspan="3" | Quellenangabe
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| BArch RM 20 / 1215 || colspan="3" | Akten der Inspektion des Unterseebootwesens (U.I.) zur Verwendung von Frontoffizieren als Ausbilder.
 
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| Bundesarchiv Bestand PERS 6 || colspan="3" | Personalakten von Offizieren der Kriegsmarine - In den Biographien ist die Verwendung als „A.O.“ (Ausbildungsoffizier) ein häufiger Karriereschritt. Hier finden sich auch die von ihnen verfassten Zeugnisse für die Lehrgangsteilnehmer.
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! colspan="3" | Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Organisation des Bildungswesens und der Lehrstäbe).
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| Tessin, Georg || colspan="3" | "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, Übersicht der Ausbildungseinheiten).
 
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 14:29 Uhr

Dienststellung Ausbildungsoffizier (A.O.)
Der Ausbildungsoffizier (A.O.) war eine zentrale funktionale Dienststellung in der Kriegsmarine, die sowohl an Land (Schulen und Lehrdivisionen) als auch auf größeren Einheiten existierte. Er fungierte als Schlüsselfigur für die fachliche Qualifizierung des Nachwuchses und war verantwortlich für die methodische Umsetzung der Lehrpläne sowie die taktische Vorbereitung der Besatzungen auf den Fronteinsatz.
Entstehung und Funktion
Einsatzbereiche: Fester Bestandteil des Ausbildungswesens seit der Reichsmarine; tragende Säule in Marineschulen, Schiffsstammabteilungen und Unterseeboot-Lehrdivisionen (U.L.D.).
Fachliche Leitung: Durchführung und Überwachung der Lehrpläne als fachliches Gegenstück zum administrativ orientierten Kompaniechef. Verantwortlich für Dienstpläne und Prüfungen.
Schulboote: Spezifische Unterweisung von Fähnrichen und Kommandantenschülern in Taktik und Technik auf Einheiten der Ausbildungsflottillen (z. B. 24. U-Flottille).
Kriegsende: Einstellung des regulären Lehrbetriebs im Frühjahr 1945; Versetzung der A.O. als Wachoffiziere auf Frontboote oder zur Führung von Marine-Schützen-Einheiten.
Spezifische Merkmale & Aufgaben
Waffeneinweisung: Intensive Schulung in neuen Waffensystemen, insbesondere bei der Einführung neuer Torpedotypen und deren Zielvorgaben.
Baubelehrung: Leitung der technischen Einweisung neuer Besatzungen in die Systeme der Neubauten, insbesondere bei Booten vom Typ XXI und Typ XXIII.
Eignungsprüfung: Beurteilung der fachlichen und charakterlichen Eignung der Lehrgangsteilnehmer für den harten Dienst unter Feindeinwirkung.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Wissenstransfer: Kommandierung erfahrener Frontoffiziere zur 27. U-Flottille (Taktik), um neueste Erkenntnisse aus der Atlantikschlacht unmittelbar in die Ausbildung zu integrieren.
Expertise: In den Personalakten (BArch PERS 6) markiert diese Stellung oft eine Phase der Anerkennung als Fachexperte für den gesamten Waffennachwuchs.
Führungsnachwuchs: Betreuung der Kommandantenschüler während der taktischen Übungen zur Sicherstellung eines einheitlichen hohen Führungsstandards.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 3 / 1024 Dienstvorschriften über die Bestallung und die Aufgaben der Ausbildungsoffiziere in der Kriegsmarine.
BArch RM 121 / 162 Lehrplanrichtlinien und Bestimmungen über die Offiziersausbildung an den Fachschulen (1939–1945).
BArch RM 20 / 1215 Akten der Inspektion des Unterseebootwesens (U.I.) zur Verwendung von Frontoffizieren als Ausbilder.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Organisation des Bildungswesens und der Lehrstäbe).
Tessin, Georg "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, Übersicht der Ausbildungseinheiten).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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