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Luft-Nachrichtenschule Dievenow: Unterschied zwischen den Versionen

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! '''Luft-Nachrichtenschule Dievenow''' (Ln-Schule 6 See)
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| colspan="3" | Die Luftnachrichtenschule 6 (See) in Dievenow (Pommern, heute Dziwnów) stellte das technische Bindeglied zwischen der Luftwaffe und der Seekriegsführung dar.
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| colspan="3" | Die Luftnachrichtenschule 6 (See) in Dievenow war das technologische Bindeglied zwischen der Luftwaffe und der Seekriegsführung. Als zentrale Ausbildungsstätte für den Luftnachrichtendienst über See (Ln-Dienst See) war sie verantwortlich für die Schulung von Funkern, Horchspezialisten und Radartechnikern, die die lebenswichtigen Verbindungen zu den Einheiten auf See sicherstellten.
 
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! colspan="3" | Entstehung, Funktion und Ende
 
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| colspan="3" | Entstehung: Die Schule wurde in den 1930er Jahren im Zuge der Aufrüstung der Luftwaffe als spezialisierte Ausbildungsstätte für den Luftnachrichtendienst über See (Ln-Dienst See) am Standort Dievenow etabliert.
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| Entstehung: || colspan="3" | Etablierung in den 1930er Jahren in Dievenow (Pommern) als spezialisierte Ausbildungsstätte für das Bordfunkwesen über See.
 
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| Funktion: || colspan="3" | Ausbildung in drahtloser Telegrafie (d.T.), Peilwesen und später Funkmesstechnik (Radar) für Fernaufklärer und Seenotrettungsflugzeuge.
 
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| colspan="3" | Funktion: Sie war die zentrale Ausbildungsstätte für Funker, Funkhorchspezialisten und später auch für Personal der Funkmesstechnik (Radar), das auf Seefernaufklärern oder Seenotrettungsflugzeugen eingesetzt wurde.
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| Zusammenarbeit: || colspan="3" | Schulung des Personals für die Koordination zwischen Fernaufklärern (z. B. FAGr 40) und den U-Boot-Gruppen im Atlantik.
 
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| Ende: || colspan="3" | Frühjahr 1945: Einstellung des Schulbetriebs bei Herannahen der Roten Armee; Evakuierung nach Westen oder Einsatz des Personals im Erdkampf.
| colspan="3" | Fachgebiete: Ausbildung in drahtloser Telegrafie (d.T.), Bordfunkwesen unter erschwerten Bedingungen auf See und die Bedienung von Peilgeräten zur Positionsbestimmung.
 
 
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| colspan="3" | Zusammenarbeit: Hier wurde das Personal geschult, das später die lebenswichtigen Funkverbindungen zwischen den Fernaufklärern (FAGr 40) und den U-Boot-Gruppen hielt.
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| colspan="3" | Ende: Mit dem Vorrücken der Roten Armee im Frühjahr 1945 wurde der Schulbetrieb eingestellt. Die Anlagen wurden geräumt, und das Personal wurde teilweise in den Erdkampf geschickt oder nach Westen evakuiert. Die offizielle Auflösung erfolgte mit der Kapitulation im Mai 1945.
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! colspan="3" | Spezialausbildung für U-Boot-Kommandanten
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Radar-Abwehr: || colspan="3" | Ab 1943/44 Schulung von Kommandanten an Funkmessbeobachtungsgeräten (z. B. „[[Metox]]“, „[[Naxos]]“) zur Ortung feindlicher Radarsignale.
 
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| Ortungstechnik: || colspan="3" | Erprobung und Einweisung in modernste Ortungsverfahren, um das technologische Know-how der Luftwaffe auf die U-Boot-Waffe zu übertragen.
 
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| colspan="3" | In Dievenow wurde die Expertise geschaffen, die es den Seefernaufklärern ermöglichte, die im Atlantik operierenden U-Boote überhaupt zu finden und einzuweisen.
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| Kooperation: || colspan="3" | Perfektionierung der Funkmess-Verfahren zur Einweisung von „Wolfsrudeln“ auf Konvois durch die Seefernaufklärung.
 
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| colspan="3" | Gemeinsame Frequenzen: Die Absprache der Funkverfahren zwischen Luftwaffe und Marine wurde maßgeblich durch das in Dievenow geschulte Personal in der Praxis umgesetzt.
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| colspan="3" | Bordfunker: Viele der Bordfunker, die auf den Maschinen dienten, die für die U-Boot-Waffe „Fühlung“ hielten, erhielten hier ihren fachlichen Feinschliff.
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
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! colspan="3" | U-Boot-Kommandanten in Ausbildung
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| Expertise: || colspan="3" | Schaffung der technischen Grundlagen, die es Fernaufklärern ermöglichten, im Atlantik operierende U-Boote punktgenau zu finden und zu führen.
 
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| Neue Bootstypen: || colspan="3" | Vorbereitung von Kommandanten der Typen Typ [[XXI]] und Typ [[XXIII]] auf die Nutzung moderner Funkmess-Anlagen.
 
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| colspan="3" | Wenn gestandene U-Boot-Kommandanten an der Luft-Nachrichtenschule Dievenow waren, deutet das auf eine absolute Spezialverwendung hin, die über die normale Beobachterausbildung hinausging.
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| Bordfunker: || colspan="3" | Fachlicher Feinschliff für das Personal, das auf den Maschinen die Funk-Fühlung zu den U-Boot-Gruppen hielt.
 
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! colspan="3" | Spezialausbildung: Funkmesstechnik & Radar-Abwehr
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| colspan="3" | Ab 1943/44 wurde der technologische Wettlauf im Bereich Radar (Funkmess) kriegsentscheidend. Dass U-Boot-Kommandanten in Dievenow geschult wurden, hatte meist einen dieser drei Gründe:
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| colspan="3" | Erprobung von Ortungsgeräten: Dievenow war führend in der Ausbildung an Funkmessbeobachtungsgeräten (z. B. „Metox“ oder „Naxos“). Kommandanten lernten dort, wie die Luftwaffe feindliche Radarsignale ortete, um dieses Wissen auf ihre Boote zu übertragen.
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| BArch RL 2-IV / 121 || colspan="3" | Akten des Generalquartiermeisters der Luftwaffe zur personellen Ergänzung der Marinefliegerverbände.
 
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| BArch RM 121 / 142 || colspan="3" | Lehrplanunterlagen der Fliegerwaffenschulen (See) für nachrichtentechnische Lehrgänge.
 
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| colspan="3" | Zusammenarbeit mit der Fernaufklärung: Um die Kooperation zwischen U-Booten und der Luftwaffe (z.B. bei der Einweisung auf Konvois) zu perfektionieren, wurden Kommandanten in die spezifischen Funkmess-Verfahren der Luftwaffe eingewiesen.
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| BArch RL 35 || colspan="3" | Unterlagen der Luftnachrichtentruppe (Ausbildungsrichtlinien am Standort Dievenow).
 
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| colspan="3" | Vorbereitung auf neue Bootstypen: Gerade für die neuen Typ XXI und XXIII Boote, die über modernere Funkmess-Anlagen verfügten, wurde das Know-how der Luftnachrichtentruppe genutzt.
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! colspan="3" | Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel zur Marineluftwaffe).
 
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! colspan="3" | Quellenangabe
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| Giessler, Helmuth || colspan="3" | "Der Marine-Nachrichten- und Ortungsdienst" (Kontext Funknavigation und Ortungstechnik).
 
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| Hoffmann, Karl Otto || colspan="3" | "Die Geschichte der Luftnachrichtentruppe" (Details zum Standort Dievenow).
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| Bundesarchiv Bestand RL 40 || colspan="3" | Schulen der Luftnachrichtentruppe. Dies ist der Hauptbestand für das Wiki. Hier finden sich die Lehrgangspläne und Organisationsunterlagen der Luftnachrichtenschule 6.
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 12:00 Uhr

Dienststelle Luft-Nachrichtenschule Dievenow (Ln-Schule 6 See)
Die Luftnachrichtenschule 6 (See) in Dievenow war das technologische Bindeglied zwischen der Luftwaffe und der Seekriegsführung. Als zentrale Ausbildungsstätte für den Luftnachrichtendienst über See (Ln-Dienst See) war sie verantwortlich für die Schulung von Funkern, Horchspezialisten und Radartechnikern, die die lebenswichtigen Verbindungen zu den Einheiten auf See sicherstellten.
Entstehung, Funktion und Ende
Entstehung: Etablierung in den 1930er Jahren in Dievenow (Pommern) als spezialisierte Ausbildungsstätte für das Bordfunkwesen über See.
Funktion: Ausbildung in drahtloser Telegrafie (d.T.), Peilwesen und später Funkmesstechnik (Radar) für Fernaufklärer und Seenotrettungsflugzeuge.
Zusammenarbeit: Schulung des Personals für die Koordination zwischen Fernaufklärern (z. B. FAGr 40) und den U-Boot-Gruppen im Atlantik.
Ende: Frühjahr 1945: Einstellung des Schulbetriebs bei Herannahen der Roten Armee; Evakuierung nach Westen oder Einsatz des Personals im Erdkampf.
Spezialausbildung für U-Boot-Kommandanten
Radar-Abwehr: Ab 1943/44 Schulung von Kommandanten an Funkmessbeobachtungsgeräten (z. B. „Metox“, „Naxos“) zur Ortung feindlicher Radarsignale.
Ortungstechnik: Erprobung und Einweisung in modernste Ortungsverfahren, um das technologische Know-how der Luftwaffe auf die U-Boot-Waffe zu übertragen.
Kooperation: Perfektionierung der Funkmess-Verfahren zur Einweisung von „Wolfsrudeln“ auf Konvois durch die Seefernaufklärung.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Expertise: Schaffung der technischen Grundlagen, die es Fernaufklärern ermöglichten, im Atlantik operierende U-Boote punktgenau zu finden und zu führen.
Neue Bootstypen: Vorbereitung von Kommandanten der Typen Typ XXI und Typ XXIII auf die Nutzung moderner Funkmess-Anlagen.
Bordfunker: Fachlicher Feinschliff für das Personal, das auf den Maschinen die Funk-Fühlung zu den U-Boot-Gruppen hielt.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RL 2-IV / 121 Akten des Generalquartiermeisters der Luftwaffe zur personellen Ergänzung der Marinefliegerverbände.
BArch RM 121 / 142 Lehrplanunterlagen der Fliegerwaffenschulen (See) für nachrichtentechnische Lehrgänge.
BArch RL 35 Unterlagen der Luftnachrichtentruppe (Ausbildungsrichtlinien am Standort Dievenow).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel zur Marineluftwaffe).
Giessler, Helmuth "Der Marine-Nachrichten- und Ortungsdienst" (Kontext Funknavigation und Ortungstechnik).
Hoffmann, Karl Otto "Die Geschichte der Luftnachrichtentruppe" (Details zum Standort Dievenow).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132