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Führer der Vorpostenboote West: Unterschied zwischen den Versionen

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! '''Führer der Vorpostenboote West'''
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! '''Führer der Vorpostenboote West (F.d.V. West)'''
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| colspan="3" | Der Führer der Vorpostenboote West (F.d.V. West) war eine wichtige operative Dienststelle der Sicherungsstreitkräfte, die für den Schutz der Küstengewässer und die Geleitsicherung im besetzten Frankreich zuständig war.
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| colspan="3" | Die Dienststelle des Führers der Vorpostenboote West war eine zentrale operative Kommandostelle der Kriegsmarine im besetzten Frankreich. Sie koordinierte die Sicherung der Küstengewässer von der niederländischen bis zur spanischen Grenze und spielte eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Seeverbindungen im Ärmelkanal und im Golf von Biskaya.
 
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! colspan="3" | Entstehung und Einordnung in der Kriegsmarine
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! colspan="3" | Historischer Kontext & Organisation
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| colspan="3" | Die Dienststelle wurde im Oktober 1940 geschaffen, um die Vielzahl der Vorpostenflottillen an der französischen Kanalküste und am Atlantik einheitlich zu führen. Sie unterstand dem Befehlshaber der Sicherung West. Viele der Offiziere, die diese Position besetzten, hatten ihre seemännische Härte bereits in der Reichsmarine auf Linien- und Kreuzerschiffen erlernt.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Einrichtung im Jahr 1940 nach dem Frankreichfeldzug; unterstellt dem Befehlshaber der Sicherung West (B.S.W.) und dem Marinegruppenkommando West.
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| Standorte: || colspan="3" | Stabssitz zeitweise in Paris, später in direkter Nähe zu den großen Atlantikstützpunkten verlegt.
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| Aufgabenprofil: || colspan="3" | Überwachung der französischen Küstenvorfelder, Schutz der Handelsschifffahrt vor britischen Schnellbooten, Abwehr von Luftangriffen sowie aktive Jagd auf feindliche Einheiten.
 
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| Einheiten: || colspan="3" | Führung zahlreicher Vorpostenflottillen (z. B. 2. oder 20. Vp.-Flottille), primär bestehend aus bewaffneten Fischdampfern und Walfängern.
 
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! colspan="3" | Kernaufgaben und Bedeutung für die U-Boot-Waffe
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| Ende: || colspan="3" | Auflösung im Herbst 1944 nach dem alliierten Durchbruch in Frankreich; Personal wurde zur Verteidigung der "Atlantikfestungen" bis zum 08.05.1945 eingesetzt.
 
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| colspan="3" | Die Dienststelle war eine Lebensversicherung für die auslaufenden U-Boote:
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| colspan="3" | Aus- und Einlaufgeleite: Vorpostenboote sicherten die U-Boote beim Passieren der gefährlichen Küstengewässer gegen britische Schnellboote und Flugzeuge.
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| colspan="3" | U-Jagd und Minenbeobachtung: In enger Zusammenarbeit mit dem Führer der Minensuchboote West überwachten die Einheiten die Seewege auf feindliche Minenabwürfe und U-Boot-Sichtungen.
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| Sperrschirme: || colspan="3" | Direkte Verantwortung für die Sicherheit der Front-Boote beim Passieren der Küstenzone. Bereitstellung von Vorpostenbooten zum Schutz der [[1. U-Flottille]], [[2. U-Flottille]], [[6. U-Flottille]], [[7. U-Flottille]], [[9. U-Flottille]] und [[10. U-Flottille]].
 
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| Lagebild: || colspan="3" | Lieferung kritischer Daten über feindliche Minenwarnungen, Radar-Ortungen und Sichtmeldungen an den B.d.U. zur taktischen Routenplanung.
 
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| colspan="3" | Signalwesen: Die Kommunikation zwischen den Vorpostenbooten und den U-Booten erfolgte streng nach den Verfahren des Signaldienstes, um Funkstille zu wahren. Die Einweisungen der Kapitäne basierten oft auf Daten der 1. Marine-Nachrichtenabteilung.
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| Seenotrettung: || colspan="3" | Koordination von Rettungseinsätzen und Schlepphilfe für durch Fliegerangriffe oder Kollisionen beschädigte Boote im Bereich der Biskaya.
 
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! colspan="3" | Einheiten und Personal
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| colspan="3" | Zum Einsatz kamen meist umgebaute Fischdampfer (sogenannte Kriegsfischkutter oder V-Boote), die mit Flak und Wasserbomben ausgerüstet waren. Die Besatzungen bestanden aus erfahrenen Obermatrosen und Unteroffizieren. Ein Kommandant, der als F.d.V. West fungierte (meist ein Kapitän zur See), koordinierte die Verteilung dieser Kräfte auf die Brennpunkte wie Brest oder St. Nazaire.
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Das Ende 1944/1945
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| BArch RM 61 / 12 || colspan="3" | Akten des Führers der Vorpostenboote West (Kriegstagebücher, Operationsbefehle und Berichte zur Biskaya-Sicherung).
 
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| BArch RM 61 / 1 || colspan="3" | Akten des Befehlshabers der Sicherung West (Übergeordnete Führung der Vorpostenverbände).
 
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| colspan="3" | Mit der Invasion der Alliierten im Juni 1944 wurde die Dienststelle aufgelöst. Die verbliebenen Einheiten wurden in Rückzugskämpfe verwickelt oder in die Personalreserve für neue Projekte wie den U-Boot-Typ XXI in der Heimat überführt.  
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| BArch RM 7 / 2333 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Strategische Zusammenarbeit zwischen F.d.V. West und U-Boot-Führung).
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
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! colspan="3" | Quellenangabe
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel über die Sicherungsstreitkräfte West).
 
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| Bundesarchiv, Signatur RM 61 || colspan="3" | Sicherungsstreitkräfte der Kriegsmarine. [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/|Invenio Online-Recherche]. Enthält die Kriegstagebücher und Einsatzbefehle des F.d.V. West.
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
 
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| Lexikon der Wehrmacht || colspan="3" | [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Sicherung/FdVWest-R.htm| → Führer der Vorpostenboote West]
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| Ruge, Friedrich || colspan="3" | "Im Küstenvorfeld: Minensuchen, Geleitleiten, Vorpostenbootdienst" (Operative Rolle der Vorpostenverbände).
 
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 13:39 Uhr

Dienststelle Führer der Vorpostenboote West (F.d.V. West)
Die Dienststelle des Führers der Vorpostenboote West war eine zentrale operative Kommandostelle der Kriegsmarine im besetzten Frankreich. Sie koordinierte die Sicherung der Küstengewässer von der niederländischen bis zur spanischen Grenze und spielte eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Seeverbindungen im Ärmelkanal und im Golf von Biskaya.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Einrichtung im Jahr 1940 nach dem Frankreichfeldzug; unterstellt dem Befehlshaber der Sicherung West (B.S.W.) und dem Marinegruppenkommando West.
Standorte: Stabssitz zeitweise in Paris, später in direkter Nähe zu den großen Atlantikstützpunkten verlegt.
Aufgabenprofil: Überwachung der französischen Küstenvorfelder, Schutz der Handelsschifffahrt vor britischen Schnellbooten, Abwehr von Luftangriffen sowie aktive Jagd auf feindliche Einheiten.
Einheiten: Führung zahlreicher Vorpostenflottillen (z. B. 2. oder 20. Vp.-Flottille), primär bestehend aus bewaffneten Fischdampfern und Walfängern.
Ende: Auflösung im Herbst 1944 nach dem alliierten Durchbruch in Frankreich; Personal wurde zur Verteidigung der "Atlantikfestungen" bis zum 08.05.1945 eingesetzt.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Sperrschirme: Direkte Verantwortung für die Sicherheit der Front-Boote beim Passieren der Küstenzone. Bereitstellung von Vorpostenbooten zum Schutz der 1. U-Flottille, 2. U-Flottille, 6. U-Flottille, 7. U-Flottille, 9. U-Flottille und 10. U-Flottille.
Lagebild: Lieferung kritischer Daten über feindliche Minenwarnungen, Radar-Ortungen und Sichtmeldungen an den B.d.U. zur taktischen Routenplanung.
Seenotrettung: Koordination von Rettungseinsätzen und Schlepphilfe für durch Fliegerangriffe oder Kollisionen beschädigte Boote im Bereich der Biskaya.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 61 / 12 Akten des Führers der Vorpostenboote West (Kriegstagebücher, Operationsbefehle und Berichte zur Biskaya-Sicherung).
BArch RM 61 / 1 Akten des Befehlshabers der Sicherung West (Übergeordnete Führung der Vorpostenverbände).
BArch RM 7 / 2333 Unterlagen der Seekriegsleitung (Strategische Zusammenarbeit zwischen F.d.V. West und U-Boot-Führung).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel über die Sicherungsstreitkräfte West).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Ruge, Friedrich "Im Küstenvorfeld: Minensuchen, Geleitleiten, Vorpostenbootdienst" (Operative Rolle der Vorpostenverbände).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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