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7. Torpedobootsflottille: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Die 7. Torpedobootsflottille war ein operativer Kampfverband der Kriegsmarine, der primär in der Nordsee, im Ärmelkanal und später in der Ostsee eingesetzt wurde. Sie war ein zentraler Bestandteil der Sicherungs- und Angriffsverbände gegen alliierte Geleitzüge und Landungsoperationen.
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| colspan="3" | Die 7. Torpedobootsflottille war ein operativer Verband der Kriegsmarine, der vornehmlich für Sicherungs- und Geleitaufgaben in der Nordsee, im Skagerrak und in der Ostsee eingesetzt wurde. Ihr Schwerpunkt lag auf der Sicherung der strategischen Verbindungswege nach Norwegen sowie dem Schutz der Ausbildungseinheiten im Ostseeraum. Die Flottille verfügte über eine Mischung aus Einheiten der Raubvogel-Klasse und moderneren Flottentorpedobooten.
 
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| colspan="3" | Die Flottille wurde im Juni 1940 in Rotterdam (Niederlande) aufgestellt, um die Küstensicherung und Geleitzugsicherung nach dem Westfeldzug zu verstärken. Ihre Einsatzhäfen wechselten im Laufe des Krieges je nach strategischer Notwendigkeit, darunter Boulogne in Frankreich, Kiel und später Swinemünde im Ostseeraum.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Sommer 1940 im Zuge der Neuorganisation der Torpedobootsverbände nach dem Unternehmen „Weserübung“.
 
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| Standorte: || colspan="3" | Zunächst Kristiansand (Südnorwegen), später Verlagerung des Schwerpunkts nach Gotenhafen und Kiel.
 
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! colspan="3" | Einheiten und Ausrüstung
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| Unterstellung: || colspan="3" | Operativ dem Führer der Torpedoboote (F.d.T.) unterstellt.
 
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| Einheiten: || colspan="3" | Einsatz von Booten wie T 1, T 4, T 7 und T 8 sowie moderneren Einheiten vom Typ 1935 und Typ 1937.
 
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| colspan="3" | Die Flottille bestand aus modernen, wendigen Torpedobooten der Kriegsmarine. Zum Einsatz kamen primär die Boote vom Typ 1935 und Typ 1937 (beispielsweise T 2, T 5, T 8, T 11, T 12). Diese Schiffe waren bewaffnet mit 10,5 cm Geschützen, 3,7 cm Flak und bis zu sechs 53,3 cm Torpedorohren. Die Besatzungen waren hochspezialisiert und bestanden aus erfahrenem Personal, das seine Ausbildung in den Schiffsstammabteilungen und an den Waffenschulen absolviert hatte.  
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| Kriegsende: || colspan="3" | Mai 1945: Massive Einbindung in das Unternehmen Hannibal (Evakuierung der Ostgebiete). Nach der Kapitulation Übergabe als Reparationen an die Sowjetunion und Frankreich.
 
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| colspan="3" | Die Flottille war an zahlreichen Gefechten beteiligt. Im Ärmelkanal operierte sie oft im Verband mit anderen Sicherungsstreitkräften (wie der 2. Räumbootsflottille oder Einheiten des Führer der Vorpostenboote West) gegen britische Schnellboote und Zerstörer.
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| Geleitschutz: || colspan="3" | Sicherung von Truppen- und Materialtransporten zwischen Deutschland und Norwegen gegen britische Luft- und Seeangriffe.
 
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| Küstenvorfeld: || colspan="3" | Übernahme der U-Jagd-Sicherung und Schutz schwerer Einheiten (Schlachtschiffe/Kreuzer) während ihrer Erprobungsfahrten in der Ostsee.
 
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| colspan="3" | Geleitschutz: Sie schützte wichtige Küstentransporte und Geleite für aus- und einlaufende U-Boote.
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| S-Gerät-Einsatz: || colspan="3" | Aktive Nutzung früher Sonar-Technik (S-Gerät) zur Ortung und Bekämpfung feindlicher Unterwasserziele in den Ausbildungsgewässern.
| colspan="3" | Minenoperationen: Die Boote wurden auch für offensive Minenlegeoperationen vor der britischen Küste eingesetzt.
 
 
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! colspan="3" | Ende 1945
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| colspan="3" | Im letzten Kriegsjahr verlegte die Flottille in die Ostsee, wo sie an der Evakuierung deutscher Soldaten und Zivilisten aus den Ostgebieten beteiligt war, bevor sie im Mai 1945 in dänischen Häfen kapitulierte.  
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| Ausbildungsschutz: || colspan="3" | Maßgebliche Sicherung der Übungsgebiete der [[2. U.L.D.]] in der Danziger Bucht; Fernhaltung feindlicher Aufklärer für einen ungestörten Übungsbetrieb.
 
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| Skagerrak-Passage: || colspan="3" | Geleitschutz für Frontboote bei der Verlegung von den Ostseewerften zu den Stützpunkten der [[11. U-Flottille]] oder [[13. U-Flottille]] in Norwegen gegen britische Lauerstellungen.
 
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! colspan="3" | Bedeutung für die Marine
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| Taktik-Training: || colspan="3" | Koordination der S-Gerät-Ortungen mit den Besatzungen zur Perfektionierung des gemeinsamen taktischen Vorgehens gegen Unterwasserziele.
 
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| colspan="3" | Die 7. Torpedobootsflottille verkörperte die Offensive der kleinen Kampfverbände in der Kriegsmarine. Viele Offiziere, die hier als Wachoffizier dienten, brachten ihre taktischen Erfahrungen später in Admiralstabsdienststellen (wie der Marine-Kriegsakademie) ein oder übernahmen Kommandos auf U-Booten, wo sie das dort erlernte Wissen über Signaldienst und die Pistole 08 anwandten.
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| BArch RM 72 || colspan="3" | Kriegstagebücher (KTB) der Torpedobootsflottillen (Tägliche Geleiteinsätze und Zusammenarbeit mit der U-Boot-Waffe).
 
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! colspan="3" | Quellenangabe
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| BArch RM 61 || colspan="3" | Akten des Führers der Torpedoboote (Materielle Ausstattung und personelle Struktur der 7. Flottille).
 
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| BArch RM 7 / 2331 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur Sicherung des Nordraums (Strategische Bedeutung der Geleite).
 
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| Bundesarchiv, Signatur RM 9 || colspan="3" | Torpedoboot-Flottillen. [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/|Direktrecherche Invenio]. Enthält die Kriegstagebücher und Einsatzberichte der 7. Torpedobootsflottille.
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| Lexikon der Wehrmacht || colspan="3" | [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/TFlottillen/TF7.htm| → 7. Torpedobootsflottille]
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! colspan="3" | Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel über die Torpedobootsverbände).
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
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| Gröner, Erich || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 2, technische Daten zu den Booten Typ 1935 und 1937).
 
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 13:47 Uhr

Verband 7. Torpedobootsflottille
Die 7. Torpedobootsflottille war ein operativer Verband der Kriegsmarine, der vornehmlich für Sicherungs- und Geleitaufgaben in der Nordsee, im Skagerrak und in der Ostsee eingesetzt wurde. Ihr Schwerpunkt lag auf der Sicherung der strategischen Verbindungswege nach Norwegen sowie dem Schutz der Ausbildungseinheiten im Ostseeraum. Die Flottille verfügte über eine Mischung aus Einheiten der Raubvogel-Klasse und moderneren Flottentorpedobooten.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Sommer 1940 im Zuge der Neuorganisation der Torpedobootsverbände nach dem Unternehmen „Weserübung“.
Standorte: Zunächst Kristiansand (Südnorwegen), später Verlagerung des Schwerpunkts nach Gotenhafen und Kiel.
Unterstellung: Operativ dem Führer der Torpedoboote (F.d.T.) unterstellt.
Einheiten: Einsatz von Booten wie T 1, T 4, T 7 und T 8 sowie moderneren Einheiten vom Typ 1935 und Typ 1937.
Kriegsende: Mai 1945: Massive Einbindung in das Unternehmen Hannibal (Evakuierung der Ostgebiete). Nach der Kapitulation Übergabe als Reparationen an die Sowjetunion und Frankreich.
Spezifische Merkmale & Aufgabenprofil
Geleitschutz: Sicherung von Truppen- und Materialtransporten zwischen Deutschland und Norwegen gegen britische Luft- und Seeangriffe.
Küstenvorfeld: Übernahme der U-Jagd-Sicherung und Schutz schwerer Einheiten (Schlachtschiffe/Kreuzer) während ihrer Erprobungsfahrten in der Ostsee.
S-Gerät-Einsatz: Aktive Nutzung früher Sonar-Technik (S-Gerät) zur Ortung und Bekämpfung feindlicher Unterwasserziele in den Ausbildungsgewässern.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Ausbildungsschutz: Maßgebliche Sicherung der Übungsgebiete der 2. U.L.D. in der Danziger Bucht; Fernhaltung feindlicher Aufklärer für einen ungestörten Übungsbetrieb.
Skagerrak-Passage: Geleitschutz für Frontboote bei der Verlegung von den Ostseewerften zu den Stützpunkten der 11. U-Flottille oder 13. U-Flottille in Norwegen gegen britische Lauerstellungen.
Taktik-Training: Koordination der S-Gerät-Ortungen mit den Besatzungen zur Perfektionierung des gemeinsamen taktischen Vorgehens gegen Unterwasserziele.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 72 Kriegstagebücher (KTB) der Torpedobootsflottillen (Tägliche Geleiteinsätze und Zusammenarbeit mit der U-Boot-Waffe).
BArch RM 61 Akten des Führers der Torpedoboote (Materielle Ausstattung und personelle Struktur der 7. Flottille).
BArch RM 7 / 2331 Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur Sicherung des Nordraums (Strategische Bedeutung der Geleite).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel über die Torpedobootsverbände).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 2, technische Daten zu den Booten Typ 1935 und 1937).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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