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Kommandanten-Vorschule: Unterschied zwischen den Versionen

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! '''Kommandanten-Vorschule'''
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! '''Kommandanten-Vorschule (Kommandanten-Anwärter-Lehrgang)'''
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| colspan="3" | Die Kommandanten-Vorschule (gelegentlich auch als Kommandanten-Anwärter-Lehrgang bezeichnet) war eine spezifische Vorbereitungsphase für künftige U-Boot-Kommandanten. Sie war der entscheidende Filter, bevor die Offiziere zum eigentlichen Schießlehrgang zugelassen wurden.
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| colspan="3" | Die Kommandanten-Vorschule war eine spezifische Vorbereitungsphase für künftige U-Boot-Kommandanten. Sie fungierte als entscheidender Filter und theoretisches Fundament zwischen dem Frontdienst als Wachoffizier und der praktischen Schießausbildung. Hier entschied sich die Eignung der Offiziere für die spätere Übernahme eines eigenen Kommandos innerhalb der Unterseebootwaffe.
 
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| colspan="3" | Entstehung: Mit der massiven Ausweitung der U-Boot-Waffe ab 1940/41 reichte die Zeit auf den Frontbooten als I. Wachoffizier oft nicht mehr aus, um alle taktischen Feinheiten zu vermitteln. Die Vorschule wurde als theoretisches und simulatorgestütztes Fundament zwischen Frontdienst und Schießausbildung geschaltet.
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| Entstehung: || colspan="3" | Etablierung ab 1940/41 aufgrund der massiven Expansion der U-Boot-Waffe, um die taktische Ausbildung über das Maß des Frontdienstes als I. Wachoffizier hinaus zu vertiefen.
 
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| colspan="3" | Funktion: Systematische theoretische Vorbereitung auf die Schiffsführung.
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| Funktion: || colspan="3" | Systematische theoretische und simulatorgestützte Vorbereitung auf die Schiffsführung sowie Vermittlung komplexer Angriffs- und Rudeltaktiken.
 
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| colspan="3" | Inhalte: Vertiefte Studien der Marinedienstvorschrift Nr. 906 (Handbuch für U-Boot-Kommandanten), Angriffs- und Rudeltaktik, Torpedorechentechnik sowie Manövrierübungen am „Angriffssimulator“.
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| Inhalte: || colspan="3" | Vertieftes Studium der M.Dv. Nr. 906 (Handbuch für U-Boot-Kommandanten), Torpedorechentechnik sowie intensive Manövrierübungen am Angriffssimulator.
 
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| colspan="3" | Standort: Meist bei den U-Boots-Lehrdivisionen (U.L.D.), insbesondere in Pillau oder Gotenhafen, in enger Koordination mit dem 2. Admiral der Unterseeboote.
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| Standorte: || colspan="3" | Durchführung primär bei den U-Boots-Lehrdivisionen (U.L.D.), insbesondere in Pillau oder Gotenhafen, in Koordination mit dem 2. Admiral der Unterseeboote.
 
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| colspan="3" | Ende: Die Lehrgänge wurden bis Frühjahr 1945 durchgeführt, wobei in der Endphase die Ausbildung direkt auf die neuen Elektroboote (Typ XXI/XXIII) zugeschnitten war.
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| Ende 1945: || colspan="3" | Aufrechterhaltung des Lehrbetriebs bis zum Frühjahr 1945, wobei die Ausbildung zuletzt verstärkt auf die neuen Elektroboote (Typ XXI/XXIII) zugeschnitten wurde.
 
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| colspan="3" | Qualitätssicherung: Hier entschied sich, ob ein ehemaliger Wachoffizier tatsächlich das Zeug zum Kommandanten hatte. Wer die Vorschule nicht bestand, wurde meist als erfahrener I WO auf Frontbooten belassen, erhielt aber kein eigenes Kommando.
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| Selektionsinstrument: || colspan="3" | Die Vorschule diente als Qualitätskontrolle; Offiziere ohne ausreichende taktische Eignung verblieben als I. Wachoffiziere an der Front, ohne ein eigenes Kommando zu erhalten.
 
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| colspan="3" | Voraussetzung: Das erfolgreiche Bestehen der Vorschule war die zwingende Voraussetzung für die Kommandierung zum Kommandanten-Schießlehrgang bei der 24. U-Flottille.
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| Taktik-Update: || colspan="3" | Unmittelbare Vermittlung neuester Fronterfahrungen, insbesondere bezüglich der Abwehr alliierter Radarortung und geänderter Geleitzugsicherungsverfahren.
 
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| colspan="3" | Taktisches Update: Hier wurden den Offizieren die neuesten Erfahrungen der Front (z. B. Abwehr alliierter Radarortung) vermittelt, bevor sie wieder auf See gingen.
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| Simulationsdrill: || colspan="3" | Schulung der mentalen Belastbarkeit und Entscheidungsgeschwindigkeit in künstlich erzeugten Gefechtssituationen unter Aufsicht erfahrener Frontkommandanten.
 
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| Zulassung: || colspan="3" | Das erfolgreiche Bestehen der Vorschule war die zwingende Voraussetzung für die Kommandierung zum Kommandanten-Schießlehrgang bei der [[24. U-Flottille]].
 
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| Bundesarchiv Signatur RM 20 || colspan="3" | Schulen und Bildungseinrichtungen der Kriegsmarine) – Invenio Online-Recherche. Enthält Lehrgangspläne und Teilnehmerlisten der Kommandanten-Vorschulen bei den U.L.D.s.
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| Führungskader: || colspan="3" | Sicherstellung eines einheitlichen taktischen Niveaus innerhalb der Personalreserve der Kommandanten-Anwärter zur Aufrechterhaltung der operativen Schlagkraft.
 
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| Bundesarchiv Signatur PERS 6 || colspan="3" | Personalakten von Offizieren) – In den Werdegängen fast jedes Kommandanten ist die „Kdt.-Vorschule“ (oft mit Ergebnisbewertung) vermerkt.
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| Personalhistorie: || colspan="3" | In den Werdegängen markiert der Lehrgang den Übergang vom ausführenden Wachoffizier zum eigenverantwortlichen Schiffsführer (Kommandantenschüler).
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| Marinedienstvorschrift Nr. 906 || colspan="3" | Handbuch für U-Boot-Kommandanten
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| BArch RM 20 / 1215 || colspan="3" | Akten der Inspektion des Unterseebootwesens (U.I.) zur taktischen Ausbildung der Kommandanten-Anwärter.
 
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| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Abschnitt U-Boots-Ausbildung).
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| BArch RM 121 / 162 || colspan="3" | Dienstvorschriften über die Ausbildungsgänge und die Nutzung von Angriffssimulatoren bei den U.L.D.
 
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| Eberhard Rössler || colspan="3" | Die Geschichte des deutschen U-Bootbaus. (Details zur Ausbildung an den neuen Typen).
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Nachweise über die erfolgreiche Teilnahme an der "Kdt.-Vorschule" als Qualifikationsmerkmal.
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel zur taktischen Ausbildung der U-Boot-Waffe).
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| Hessler, Günter || colspan="3" | "The U-Boat War in the Atlantic" (Detaillierte Analyse der Ausbildungsmethodik für künftige Kommandanten).
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| Herzog, Bodo || colspan="3" | "Deutsche U-Boote 1906–1966" (Kontext zum Lehrpersonal und den Ausbildungseinheiten).
 
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Aktuelle Version vom 20. Februar 2026, 17:02 Uhr

Ausbildung Kommandanten-Vorschule (Kommandanten-Anwärter-Lehrgang)
Die Kommandanten-Vorschule war eine spezifische Vorbereitungsphase für künftige U-Boot-Kommandanten. Sie fungierte als entscheidender Filter und theoretisches Fundament zwischen dem Frontdienst als Wachoffizier und der praktischen Schießausbildung. Hier entschied sich die Eignung der Offiziere für die spätere Übernahme eines eigenen Kommandos innerhalb der Unterseebootwaffe.
Entstehung, Funktion und Standorte
Entstehung: Etablierung ab 1940/41 aufgrund der massiven Expansion der U-Boot-Waffe, um die taktische Ausbildung über das Maß des Frontdienstes als I. Wachoffizier hinaus zu vertiefen.
Funktion: Systematische theoretische und simulatorgestützte Vorbereitung auf die Schiffsführung sowie Vermittlung komplexer Angriffs- und Rudeltaktiken.
Inhalte: Vertieftes Studium der M.Dv. Nr. 906 (Handbuch für U-Boot-Kommandanten), Torpedorechentechnik sowie intensive Manövrierübungen am Angriffssimulator.
Standorte: Durchführung primär bei den U-Boots-Lehrdivisionen (U.L.D.), insbesondere in Pillau oder Gotenhafen, in Koordination mit dem 2. Admiral der Unterseeboote.
Ende 1945: Aufrechterhaltung des Lehrbetriebs bis zum Frühjahr 1945, wobei die Ausbildung zuletzt verstärkt auf die neuen Elektroboote (Typ XXI/XXIII) zugeschnitten wurde.
Spezifische Merkmale & Qualifikation
Selektionsinstrument: Die Vorschule diente als Qualitätskontrolle; Offiziere ohne ausreichende taktische Eignung verblieben als I. Wachoffiziere an der Front, ohne ein eigenes Kommando zu erhalten.
Taktik-Update: Unmittelbare Vermittlung neuester Fronterfahrungen, insbesondere bezüglich der Abwehr alliierter Radarortung und geänderter Geleitzugsicherungsverfahren.
Simulationsdrill: Schulung der mentalen Belastbarkeit und Entscheidungsgeschwindigkeit in künstlich erzeugten Gefechtssituationen unter Aufsicht erfahrener Frontkommandanten.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Zulassung: Das erfolgreiche Bestehen der Vorschule war die zwingende Voraussetzung für die Kommandierung zum Kommandanten-Schießlehrgang bei der 24. U-Flottille.
Führungskader: Sicherstellung eines einheitlichen taktischen Niveaus innerhalb der Personalreserve der Kommandanten-Anwärter zur Aufrechterhaltung der operativen Schlagkraft.
Personalhistorie: In den Werdegängen markiert der Lehrgang den Übergang vom ausführenden Wachoffizier zum eigenverantwortlichen Schiffsführer (Kommandantenschüler).
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 20 / 1215 Akten der Inspektion des Unterseebootwesens (U.I.) zur taktischen Ausbildung der Kommandanten-Anwärter.
BArch RM 121 / 162 Dienstvorschriften über die Ausbildungsgänge und die Nutzung von Angriffssimulatoren bei den U.L.D.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die erfolgreiche Teilnahme an der "Kdt.-Vorschule" als Qualifikationsmerkmal.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel zur taktischen Ausbildung der U-Boot-Waffe).
Hessler, Günter "The U-Boat War in the Atlantic" (Detaillierte Analyse der Ausbildungsmethodik für künftige Kommandanten).
Herzog, Bodo "Deutsche U-Boote 1906–1966" (Kontext zum Lehrpersonal und den Ausbildungseinheiten).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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