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Oberkommando der Marine: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | Das Oberkommando der Kriegsmarine (O.K.M.) war die höchste militärische Kommandobehörde und das Verwaltungszentrum der Marine. Für die U-Boot-Waffe ist es als die Instanz relevant, die über Schicksale, Strategien und die gesamte Ressourcenverteilung der U-Boot-Waffe entschied
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| colspan="3" | Das Oberkommando der Marine (O.K.M.) war die höchste militärische Kommandobehörde und das administrative Zentrum der Kriegsmarine. Es entstand 1935 aus der vormaligen Marineleitung und fungierte als strategische Instanz, die über Ressourcenverteilung, Neubauprogramme und die globale Seekriegführung entschied. Für die U-Boot-Waffe bildete das O.K.M. die entscheidende übergeordnete Instanz für alle personellen und technologischen Weichenstellungen.
 
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| colspan="3" | Grundlage: Das Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht vom 16.03.1935. In diesem Zuge wurde die Reichsmarine in Kriegsmarine umbenannt.
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| Führung: || colspan="3" | Oberbefehlshaber der Kriegsmarine (Ob.d.M.); zunächst Großadmiral Erich Raeder (bis 1943), gefolgt von Großadmiral Karl Dönitz.
 
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| colspan="3" | Transformation: Das vormalige Oberkommando entstand aus der Marineleitung. Der Titel des Leiters wurde von Chef der Marineleitung in Oberbefehlshaber der Kriegsmarine (Ob.d.M.) geändert.
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| Seekriegsleitung (Skl): || colspan="3" | Operative Zentrale für die strategische Planung und globale Schwerpunktsetzung des Seekrieges (Bestand RM 7).
 
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| colspan="3" | Sitz: Das Hauptquartier befand sich im markanten „Shell-Haus“ am Tirpitzufer (heute Reichpietschufer) in Berlin. Gegen Kriegsende verlegte es in das Waldlager „Koralle“ bei Bernau.
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| Marinepersonalamt (MPA): || colspan="3" | Verwaltung der Personalakten, Beförderungen und Crew-Zuweisungen (z. B. Udo Behrens oder Fritz Berends).
 
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| colspan="3" | Leitung: Zunächst Großadmiral Erich Raeder (bis 1943), danach Großadmiral Karl Dönitz.
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| Amt Kriegsschiffbau (K): || colspan="3" | Verantwortlich für Entwurf und Bau der U-Boote; Steuerung der Entwicklung vom Typ II bis zu den Elektrobooten Typ XXI/XXIII.
 
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| Hauptquartiere: || colspan="3" | Sitz im "Shell-Haus" am Tirpitzufer (Berlin); gegen Kriegsende Verlegung in das Waldlager "Koralle" bei Bernau.
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| colspan="3" | Kernabteilungen:
 
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| colspan="3" | Seekriegsleitung (Skl): Die operative Zentrale für die strategische Planung des Seekrieges.
 
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| colspan="3" | Marinepersonalamt (MPA): Hier wurden die Beförderungen, Crew-Zuweisungen und Personalakten (wie die von Udo Behrens oder Fritz Berends) verwaltet.
 
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| colspan="3" | Amt Kriegsschiffbau (K): Verantwortlich für die Entwicklung und den Bau der U-Boote (vom Typ II bis zum Typ XXI).
 
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| colspan="3" | Marine-Waffenamt (W): Zuständig für die Torpedo- und Artillerieentwicklung.  
 
 
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| colspan="3" | Strategische Instanz: Das OKM war dem Befehlshaber der Unterseeboote (B.d.U.) übergeordnet. Während Dönitz die taktische Führung der Rudel innehatte, entschied das OKM über die strategischen Prioritäten (z. B. die Verlagerung von Booten ins Mittelmeer gegen den Wunsch des B.d.U.) und den massiven Ausbau der Werftkapazitäten.
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| Strategische Priorität: || colspan="3" | Das O.K.M. bestimmte globale Einsatzräume (z. B. Mittelmeer oder Eismeer) und entschied über die Verteilung von Treibstoff und Munition.
 
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| colspan="3" | Personalhoheit: Die Ernennung jedes Kommandanten sowie die Zuweisung der Offiziers-Crews an die Ausbildungsflottillen der U-Boot-Waffe unterlagen der Bestätigung durch das Marinepersonalamt im OKM.
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| Personalhoheit: || colspan="3" | Formale Bestätigung jeder Kommandanten-Ernennung sowie Steuerung des Offiziersnachwuchses aus den Marineschulen durch das MPA.
 
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| colspan="3" | Waffenentwicklung: Das Amt Kriegsschiffbau im OKM steuerte die Entwicklung der technologischen Meilensteine für die U-Boot-Waffe, vom Schnorchel bis hin zu den Elektrobooten (Typ XXI/XXIII).
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| Technologieführung: || colspan="3" | Koordination kriegsentscheidender Innovationen wie der Schnorchel-Technik und der Hochleistungs-Batterieanlagen für die neue U-Boot-Generation.
| colspan="3" | Befehlsgewalt: Während der B.d.U. (Befehlshaber der Unterseeboote) die taktische Führung der Boote im Atlantik innehatte, bestimmte das OKM die globalen Schwerpunkte (z.B. Mittelmeer-Einsatz oder Eismeer).
 
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| colspan="3" | Ressourcen: Das OKM entschied über die Verteilung von Treibstoff, Munition und vor allem über die Zuweisung des Offiziersnachwuchses aus den Marineschulen.
 
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| colspan="3" | Laufbahnkontrolle: Jede Ernennung eines Kommandanten musste formal durch das Marinepersonalamt im OKM bestätigt werden.
 
 
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! colspan="3" | Das Ende des O.K.M. (Mai 1945)
 
! colspan="3" | Das Ende des O.K.M. (Mai 1945)
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| colspan="3" | Die Verlagerung (April 1945)
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| Sonderbereich Mürwik: || colspan="3" | Verlegung der Führung nach Norden in den Bereich Flensburg-Mürwik zur Bildung der letzten Reichsregierung unter Karl Dönitz.
 
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| Generaladmiral v. Friedeburg: || colspan="3" | Unterzeichnung der Teilkapitulation am 04.05.1945; administrative Koordination der Entwaffnung unter britischer Aufsicht bis zum 23.05.1945.
 
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| colspan="3" | Angesichts der näherrückenden Front in Berlin verlegte das OKM sein Hauptquartier aus der Zentrale am Tirpitzufer und dem Bunkerkomplex „Koralle“ nach Norden. Ziel war der Sonderbereich Mürwik bei Flensburg, wo Großadmiral Karl Dönitz nach dem Tod Hitlers die letzte Reichsregierung bildete.
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| Auflösung: || colspan="3" | Offizielles Ende des O.K.M. mit der Verhaftung der Regierung Dönitz durch britische Truppen am 23.05.1945.
 
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| colspan="3" | Die Kapitulation und das O.K.M.
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| colspan="3" | 04.05.1945: Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg, unterzeichnete in der Lüneburger Heide die Teilkapitulation für Nordwestdeutschland, Dänemark und die Niederlande.
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| BArch RM 6 || colspan="3" | Akten des Stabs des Oberkommandos der Kriegsmarine (Zentrale Schriftgutverwaltung).
 
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| colspan="3" | 08./09.05.1945: Mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht verlor das OKM seine exekutive Gewalt über die verbliebenen Schiffe und Einheiten der U-Boot-Waffe. Der Befehl zur Selbstversenkung (Operation Regenbogen) wurde vom OKM offiziell widerrufen, jedoch von vielen Kommandanten dennoch ausgeführt.
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur operativen und strategischen Führung der U-Boot-Waffe.
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalunterlagen des Marinepersonalamts: Dokumentation der Laufbahnen und Crew-Zuweisungen.
| colspan="3" | Der Sonderbereich Mürwik und die Auflösung
 
 
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| colspan="3" | Nach der Kapitulation blieb das O.K.M. in einer bizarren Übergangsphase im „Sonderbereich Mürwik“ unter britischer Aufsicht bestehen. Es fungierte als administrative Instanz, um die Entwaffnung und Internierung der Marineangehörigen zu koordinieren.
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! colspan="3" | Literaturverweise
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| colspan="3" | 23.05.1945: Britische Truppen verhafteten die Regierung Dönitz und die Spitzen des O.K.M.. Damit hörte das Oberkommando der Kriegsmarine offiziell auf zu existieren.
 
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| colspan="3" | Tragisches Ende der Führung: [[Hans-Georg von Friedeburg]] entzog sich der Verhaftung durch Selbstmord.
 
 
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| colspan="3" | Verbleib der Unterlagen
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band I & III, detaillierte Gliederung und Stellenbesetzung des O.K.M.).
 
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| Karl Dönitz || colspan="3" | "Zehn Jahre und zwanzig Tage" (Erinnerungen zur Führungstätigkeit im O.K.M. und im Stab B.d.U.).
 
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| colspan="3" | Das Schicksal der Akten ist für die Forschung zur U-Boot-Waffe von zentraler Bedeutung:
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| Dülffer, Jost || colspan="3" | "Weimar, Hitler und die Marine" (Reichsmarine-Übergang und Aufbau des O.K.M.).
| colspan="3" | Ein Großteil der geheimen Unterlagen (insbes. der Seekriegsleitung) wurde von den Alliierten beschlagnahmt und nach Tambach (Schloss Tambach) verbracht (die sogenannte „Tambach Collection“).
 
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| colspan="3" | Diese Akten kehrten erst in den 1960er Jahren nach Deutschland zurück und bilden heute den Grundstock der Bestände RM 6 und RM 7 im Bundesarchiv-Militärarchiv.
 
 
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! colspan="3" | Quellenangabe - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/| Invenio Online-Recherche]
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| BArch RM 6 || colspan="3" | OKM. Invenio Recherche. Beinhaltet die Organisationsakten zum Übergang 1935 und die personelle Strukturierung.
 
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung. Dokumentiert die operative Planung, die aus dem OKM hervorging.
 
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| Aus Wikipedia/Deutschland || colspan="3" | [https://de.wikipedia.org/wiki/Oberkommando_der_Marine | → Oberkommando der Marine]
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Marinedienstvorschrift Nr. 32 || colspan="3" | Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine
 
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| Dülffer, Jost || colspan="3" | Weimar, Hitler und die Marine. (Beschreibt den Prozess der Umbenennung und Aufrüstung).
 
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| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 1 behandelt die Organisationsgeschichte ab 1935).
 
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| Salewski, Michael || colspan="3" | Die deutsche Seekriegsleitung 1935–1945. (Standardwerk zur Strategie des OKM).
 
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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Aktuelle Version vom 20. Februar 2026, 16:48 Uhr

Dienststelle Oberkommando der Marine (O.K.M.)
Das Oberkommando der Marine (O.K.M.) war die höchste militärische Kommandobehörde und das administrative Zentrum der Kriegsmarine. Es entstand 1935 aus der vormaligen Marineleitung und fungierte als strategische Instanz, die über Ressourcenverteilung, Neubauprogramme und die globale Seekriegführung entschied. Für die U-Boot-Waffe bildete das O.K.M. die entscheidende übergeordnete Instanz für alle personellen und technologischen Weichenstellungen.
Struktur und Kernabteilungen
Führung: Oberbefehlshaber der Kriegsmarine (Ob.d.M.); zunächst Großadmiral Erich Raeder (bis 1943), gefolgt von Großadmiral Karl Dönitz.
Seekriegsleitung (Skl): Operative Zentrale für die strategische Planung und globale Schwerpunktsetzung des Seekrieges (Bestand RM 7).
Marinepersonalamt (MPA): Verwaltung der Personalakten, Beförderungen und Crew-Zuweisungen (z. B. Udo Behrens oder Fritz Berends).
Amt Kriegsschiffbau (K): Verantwortlich für Entwurf und Bau der U-Boote; Steuerung der Entwicklung vom Typ II bis zu den Elektrobooten Typ XXI/XXIII.
Hauptquartiere: Sitz im "Shell-Haus" am Tirpitzufer (Berlin); gegen Kriegsende Verlegung in das Waldlager "Koralle" bei Bernau.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Strategische Priorität: Das O.K.M. bestimmte globale Einsatzräume (z. B. Mittelmeer oder Eismeer) und entschied über die Verteilung von Treibstoff und Munition.
Personalhoheit: Formale Bestätigung jeder Kommandanten-Ernennung sowie Steuerung des Offiziersnachwuchses aus den Marineschulen durch das MPA.
Technologieführung: Koordination kriegsentscheidender Innovationen wie der Schnorchel-Technik und der Hochleistungs-Batterieanlagen für die neue U-Boot-Generation.
Das Ende des O.K.M. (Mai 1945)
Sonderbereich Mürwik: Verlegung der Führung nach Norden in den Bereich Flensburg-Mürwik zur Bildung der letzten Reichsregierung unter Karl Dönitz.
Generaladmiral v. Friedeburg: Unterzeichnung der Teilkapitulation am 04.05.1945; administrative Koordination der Entwaffnung unter britischer Aufsicht bis zum 23.05.1945.
Auflösung: Offizielles Ende des O.K.M. mit der Verhaftung der Regierung Dönitz durch britische Truppen am 23.05.1945.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 6 Akten des Stabs des Oberkommandos der Kriegsmarine (Zentrale Schriftgutverwaltung).
BArch RM 7 Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur operativen und strategischen Führung der U-Boot-Waffe.
BArch PERS 6 Personalunterlagen des Marinepersonalamts: Dokumentation der Laufbahnen und Crew-Zuweisungen.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band I & III, detaillierte Gliederung und Stellenbesetzung des O.K.M.).
Karl Dönitz "Zehn Jahre und zwanzig Tage" (Erinnerungen zur Führungstätigkeit im O.K.M. und im Stab B.d.U.).
Dülffer, Jost "Weimar, Hitler und die Marine" (Reichsmarine-Übergang und Aufbau des O.K.M.).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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