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13. Minensuchflottille: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Die 13. Minensuchflottille war ein Sicherungsverband, der aus der Tradition der Reichsmarine heraus formiert wurde und eine Schlüsselrolle bei der Sicherung der Nordsee und der Besetzung Norwegens spielte.
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| colspan="3" | Die 13. Minensuchflottille war ein zentraler Sicherungsverband der Kriegsmarine, der primär im Skagerrak und an der norwegischen Küste operierte. Ihre Geschichte ist geprägt durch den Einsatz bei der Besetzung Norwegens sowie durch eine massive Umstrukturierung im Jahr 1944, die zur Verstärkung der Sicherungskräfte im Ärmelkanal gegen die drohende alliierte Invasion führte.
 
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! colspan="3" | Aufstellung und Sicherung der Ostsee
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! colspan="3" | Historischer Kontext & Organisation
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| colspan="3" | Die Flottille wurde am 28.09.1939 mobilgemacht. In ihrer Anfangsphase bestand sie überwiegend aus den robusten Minensuchbooten des Typs 1916, die bereits in der Reichsmarine (beispielsweise in der 1. Minensuchhalbflottille) eingesetzt worden waren. Zunächst wurde der Verband mit der Sicherung der Ostseezugänge betraut, um die dortigen Übungsgebiete der U-Boote gegen feindliche Minen und U-Jagd-Einheiten abzuschirmen.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Mobilmachung am 01.09.1939; im April 1940 Sicherung der Seewege nach Südnorwegen während des [[Unternehmen Weserübung]].
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| Einsatzgebiete: || colspan="3" | Bis 1944 Schwerpunkt im Raum Kristiansand, Stavanger und Skagen. Ausrüstung vorwiegend mit Booten der Typen M 1935 und M 1940 (z. B. M 201, M 203, M 204).
 
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| Die Zäsur 1944: || colspan="3" | Im März 1944 personelle und materielle Abgabe zur Neuaufstellung der [[24. Minensuchflottille]]; Verlegung erfahrener Besatzungen in den Ärmelkanal.
 
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! colspan="3" | [[Unternehmen Weserübung]] und Nordseeeinsatz
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| Kriegsende: || colspan="3" | Verbliebene Teile operierten bis Mai 1945 in dänischen Belten und der westlichen Ostsee. Nach dem 08.05.1945 Einsatz im Deutschen Minenräumdienst (G.M.S.A.).
 
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| colspan="3" | Norwegen: Im April 1940 nahm die Flottille aktiv an der Besetzung Norwegens teil. Hierbei sicherte sie die Vormarschwege der Flotte und schützte die Transportschiffe.
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! colspan="3" | Spezifische Merkmale & Technik
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| colspan="3" | Nordsee: Im Anschluss an die Norwegen-Operation erfolgte der Einsatz im Raum zwischen der Elbe-Mündung und den Niederlanden. Die Flottille unterstand dabei dem Führer der Minensuchboote Nord. Die Besatzungen waren intensiv im Signaldienst geschult, um die Kommunikation mit den Landstellen der 1. Marine-Nachrichtenabteilung sicherzustellen.
 
 
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! colspan="3" | Unterstellung und Auflösung
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| Bootstyp M 1940: || colspan="3" | Kohlebefeuerte Nachfolgetypen des M 1935, robuster und einfacher zu warten; technische Daten: 17 kn, Bewaffnung 1 x 10,5 cm, Flak und 30 Minen.
 
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| Tiefenräumung: || colspan="3" | Spezialisierung auf das Räumen in den tiefen norwegischen Fjorden unter Einsatz verstärkter Räumkabel und spezialisierter Scherbendrachen.
 
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| colspan="3" | Ab März 1942 wurde die Flottille der 5. Sicherungs-Division unterstellt. Die Geschichte dieser ersten Formation endete am 31.12.1942 mit ihrer offiziellen Auflösung. Die erfahrenen Besatzungen wurden nicht etwa verteilt, sondern geschlossen zur Bildung der 27. Minensuchflottille herangezogen wurden. Dieser geschlossene Übergang sicherte den Erhalt der an der Front erworbenen Expertise.
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| Verlegungstaktik: || colspan="3" | Koordination von „Durchbruchs-Geleiten“ im Skagerrak, um Schiffe trotz massiver alliierter Luftüberlegenheit und Minengefahr sicher nach Norwegen zu führen.
 
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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| colspan="3" | Stützpunktsicherung: Drontheim war die Basis der 13. U-Flottille und Standort des massiven U-Boot-Bunkers „Dora“. Die 13. M-Flottille war dafür verantwortlich, die Anlaufwege für die Frontboote von britischen Minensperren frei zu halten.
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| Transit-Sicherung: || colspan="3" | Freihaltung der strategischen „Zwangswege“ im Skagerrak als einzige sichere Route für Boote vom Typ [[VII C]] oder Typ [[IX C]] auf dem Weg nach Norwegen.
 
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| colspan="3" | Geleitschutz für Frontboote: Da U-Boote bei der Fahrt durch die engen norwegischen Küstengewässer besonders verwundbar waren, stellte die Flottille oft die notwendige Eskorte, um sie gegen britische Schnellboote und Flugzeuge zu schützen.
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| U-Jagd-Schutz: || colspan="3" | Funktion als „Schild“ gegen britische U-Boot-Lauerstellungen in Küstennähe, um Frontbooten der [[11. U-Flottille]] eine gefahrlose Passage zu ermöglichen.
 
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| colspan="3" | Personalhistorische Einordnung: In den Stammrollen (BArch RM 121/642) dokumentiert ein Dienst in dieser Flottille eine hohe nautische Erfahrung unter den extremen klimatischen Bedingungen des Nordens, was oft eine ideale Vorstufe für den Dienst auf Nordmeer-U-Booten war.
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| Forschungstransfer: || colspan="3" | Enge Kooperation bei der Erprobung neuer Ortungsverfahren in norwegischen Gewässern, die später in die Minenabwehr-Ausrüstung der U-Boot-Waffe einflossen.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| BArch RM 62 / 20 || colspan="3" | Kriegstagebuch (KTB) der 13. Minensuchflottille (Belegt die Einsätze im Raum Drontheim und Nordnorwegen)
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| BArch RM 69 / 24 || colspan="3" | Kriegstagebuch (KTB) der 13. Minensuchflottille (Einsatzberichte Skagerrak und Umgliederung 1944).
 
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| BArch RM 55 / 112 || colspan="3" | Akten des Admirals der norwegischen Nordküste (Dokumentation der operativen Führung der Sicherungskräfte)
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| BArch RM 61 || colspan="3" | Akten des Führers der Minensuchboote Nord (Materielle Abgabe von Booten an die 24. M-Flottille).
 
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| BArch RM 7 / 2331 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) (Zur strategischen Bedeutung der norwegischen Küstenverteidigung)
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur strategischen Verlegung der Sicherungskräfte in den Westraum 1944.
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H.: || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band II, Kapitel zur Organisation der Minensuchflottillen in Norwegen)
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Abschnitt Minensuchverbände).
 
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| Gröner, Erich: || colspan="3" | Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945 (Technische Daten der eingesetzten Minensuchboote Typ 1935)
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
| Harnack, Wolfgang: || colspan="3" | Die Verteidigung der Küsten (Details zur taktischen Gliederung der Sicherungsverbände im Nordraum)
 
 
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| Gröner, Erich || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 2, technische Daten zu den Booten M 201 bis M 204).
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 14:20 Uhr

Verband 13. Minensuchflottille
Die 13. Minensuchflottille war ein zentraler Sicherungsverband der Kriegsmarine, der primär im Skagerrak und an der norwegischen Küste operierte. Ihre Geschichte ist geprägt durch den Einsatz bei der Besetzung Norwegens sowie durch eine massive Umstrukturierung im Jahr 1944, die zur Verstärkung der Sicherungskräfte im Ärmelkanal gegen die drohende alliierte Invasion führte.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Mobilmachung am 01.09.1939; im April 1940 Sicherung der Seewege nach Südnorwegen während des Unternehmen Weserübung.
Einsatzgebiete: Bis 1944 Schwerpunkt im Raum Kristiansand, Stavanger und Skagen. Ausrüstung vorwiegend mit Booten der Typen M 1935 und M 1940 (z. B. M 201, M 203, M 204).
Die Zäsur 1944: Im März 1944 personelle und materielle Abgabe zur Neuaufstellung der 24. Minensuchflottille; Verlegung erfahrener Besatzungen in den Ärmelkanal.
Kriegsende: Verbliebene Teile operierten bis Mai 1945 in dänischen Belten und der westlichen Ostsee. Nach dem 08.05.1945 Einsatz im Deutschen Minenräumdienst (G.M.S.A.).
Spezifische Merkmale & Technik
Bootstyp M 1940: Kohlebefeuerte Nachfolgetypen des M 1935, robuster und einfacher zu warten; technische Daten: 17 kn, Bewaffnung 1 x 10,5 cm, Flak und 30 Minen.
Tiefenräumung: Spezialisierung auf das Räumen in den tiefen norwegischen Fjorden unter Einsatz verstärkter Räumkabel und spezialisierter Scherbendrachen.
Verlegungstaktik: Koordination von „Durchbruchs-Geleiten“ im Skagerrak, um Schiffe trotz massiver alliierter Luftüberlegenheit und Minengefahr sicher nach Norwegen zu führen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Transit-Sicherung: Freihaltung der strategischen „Zwangswege“ im Skagerrak als einzige sichere Route für Boote vom Typ VII C oder Typ IX C auf dem Weg nach Norwegen.
U-Jagd-Schutz: Funktion als „Schild“ gegen britische U-Boot-Lauerstellungen in Küstennähe, um Frontbooten der 11. U-Flottille eine gefahrlose Passage zu ermöglichen.
Forschungstransfer: Enge Kooperation bei der Erprobung neuer Ortungsverfahren in norwegischen Gewässern, die später in die Minenabwehr-Ausrüstung der U-Boot-Waffe einflossen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 69 / 24 Kriegstagebuch (KTB) der 13. Minensuchflottille (Einsatzberichte Skagerrak und Umgliederung 1944).
BArch RM 61 Akten des Führers der Minensuchboote Nord (Materielle Abgabe von Booten an die 24. M-Flottille).
BArch RM 7 Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur strategischen Verlegung der Sicherungskräfte in den Westraum 1944.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Abschnitt Minensuchverbände).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 2, technische Daten zu den Booten M 201 bis M 204).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132