Aktionen

13. Minensuchflottille: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
Zeile 1: Zeile 1:
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center"
+
{| style="background-color:#FFFFE0; border:3px double black; width:100%; table-layout:fixed; border-collapse:separate; padding:10px; font-weight:normal;"
 +
 
 
|-
 
|-
| || colspan="3" |
+
|
{| class="wikitable"
+
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed; background-color:#FFFFE0; font-weight:normal;"
 +
 
 
|-
 
|-
 
| style="width:25%" |
 
| style="width:25%" |
 
| style="width:75%" |
 
| style="width:75%" |
 
|-
 
|-
! Datenblatt
+
! Verband
 
! '''13. Minensuchflottille'''
 
! '''13. Minensuchflottille'''
 +
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Die 13. Minensuchflottille war ein zentraler Sicherungsverband, der primär im Skagerrak und an der norwegischen Küste operierte. Ihre Geschichte ist geprägt durch den Einsatz bei der Besetzung Norwegens sowie durch eine massive Umstrukturierung im Jahr 1944, die zur Verstärkung der Sicherungskräfte im Ärmelkanal führte.
+
 
 +
| colspan="3" | Die 13. Minensuchflottille war ein zentraler Sicherungsverband der Kriegsmarine, der primär im Skagerrak und an der norwegischen Küste operierte. Ihre Geschichte ist geprägt durch den Einsatz bei der Besetzung Norwegens sowie durch eine massive Umstrukturierung im Jahr 1944, die zur Verstärkung der Sicherungskräfte im Ärmelkanal gegen die drohende alliierte Invasion führte.
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" | Historischer Kontext & Organisation
 
! colspan="3" | Historischer Kontext & Organisation
 +
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Aufstellung und Einsatz 1939–1944: Die Flottille wurde am 01.09.1939 mobilgemacht. Im April 1940 sicherte sie während des Unternehmens „Weserübung“ die Seewege nach Südnorwegen. Bis zum Frühjahr 1944 lag ihr Schwerpunkt im Raum Kristiansand, Stavanger und Skagen. Ausgerüstet war sie vorwiegend mit Booten der Typen M 1935 und M 1940 (z. B. M 201, M 203, M 204).
+
 
 +
| Aufstellung: || colspan="3" | Mobilmachung am 01.09.1939; im April 1940 Sicherung der Seewege nach Südnorwegen während des [[Unternehmen Weserübung]].
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Die Zäsur im Jahr 1944: Gemäß den Dokumentationen erfolgte im März 1944 eine einschneidende Veränderung: Die Flottille wurde personell und materiell zur Neuaufstellung der 24. Minensuchflottille herangezogen. Ein Großteil der erfahrenen Besatzungen und Boote wurde in den Ärmelkanal verlegt, um die drohende alliierte Invasion abzuwehren.
+
 
 +
| Einsatzgebiete: || colspan="3" | Bis 1944 Schwerpunkt im Raum Kristiansand, Stavanger und Skagen. Ausrüstung vorwiegend mit Booten der Typen M 1935 und M 1940 (z. B. M 201, M 203, M 204).
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Das Schicksal bei Kriegsende: Die verbliebenen oder neu zugeführten Teile der 13. Minensuchflottille operierten bis Mai 1945 weiterhin in den dänischen Belten und der westlichen Ostsee. Nach der Kapitulation am 08.05.1945 wurden die Boote im Rahmen des Deutschen Minenräumdienstes zur Säuberung der Ostseezugänge eingesetzt, bevor sie als Kriegsbeute an die Alliierten fielen.
+
 
 +
| Die Zäsur 1944: || colspan="3" | Im März 1944 personelle und materielle Abgabe zur Neuaufstellung der [[24. Minensuchflottille]]; Verlegung erfahrener Besatzungen in den Ärmelkanal.
 
|-
 
|-
 +
 +
| Kriegsende: || colspan="3" | Verbliebene Teile operierten bis Mai 1945 in dänischen Belten und der westlichen Ostsee. Nach dem 08.05.1945 Einsatz im Deutschen Minenräumdienst (G.M.S.A.).
 +
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
+
! colspan="3" | Spezifische Merkmale & Technik
 +
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Sicherung der Transitwege: Die Flottille hielt die strategischen "Zwangswege" im Skagerrak frei. Dies war die einzige sichere Route für U-Boote, die von den Ausbildungshäfen der Ostsee (wie Kiel oder Danzig) zu den Frontstützpunkten in Norwegen oder in den Nordatlantik verlegten.
+
 
 +
| Bootstyp M 1940: || colspan="3" | Kohlebefeuerte Nachfolgetypen des M 1935, robuster und einfacher zu warten; technische Daten: 17 kn, Bewaffnung 1 x 10,5 cm, Flak und 30 Minen.
 
|-
 
|-
| colspan="3" | U-Jagd-Sicherung: In den norwegischen Küstengewässern fungierte die Flottille als "Schild" gegen britische U-Boot-Lauerstellungen, um auslaufenden Frontbooten der 11. U-Flottille eine gefahrlose Passage in das offene Nordmeer zu ermöglichen.
+
 
 +
| Tiefenräumung: || colspan="3" | Spezialisierung auf das Räumen in den tiefen norwegischen Fjorden unter Einsatz verstärkter Räumkabel und spezialisierter Scherbendrachen.
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Technische Zusammenarbeit: Dokumentiert ist die enge Kooperation bei der Erprobung neuer Räumgeräte und Ortungsverfahren in den tiefen norwegischen Fjorden, die später auch für die Minenabwehr-Ausrüstung der U-Boot-Waffe von Bedeutung waren.
+
 
 +
| Verlegungstaktik: || colspan="3" | Koordination von „Durchbruchs-Geleiten“ im Skagerrak, um Schiffe trotz massiver alliierter Luftüberlegenheit und Minengefahr sicher nach Norwegen zu führen.
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
+
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 +
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| B.Arch. RM 69 / 24 || colspan="3" | Kriegstagebuch (KTB) der 13. Minensuchflottille (Beinhaltet die Einsatzberichte im Skagerrak und die Umgliederung im März 1944).
+
 
 +
| Transit-Sicherung: || colspan="3" | Freihaltung der strategischen „Zwangswege“ im Skagerrak als einzige sichere Route für Boote vom Typ [[VII C]] oder Typ [[IX C]] auf dem Weg nach Norwegen.
 
|-
 
|-
| B.Arch. RM 61 || colspan="3" | Akten des Führers der Minensuchboote Nord (Dokumentiert die materielle Abgabe von Booten an die 24. M-Flottille).
+
 
 +
| U-Jagd-Schutz: || colspan="3" | Funktion als „Schild“ gegen britische U-Boot-Lauerstellungen in Küstennähe, um Frontbooten der [[11. U-Flottille]] eine gefahrlose Passage zu ermöglichen.
 
|-
 
|-
| B.Arch. RM 7 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) (Belegt die strategische Verlegung der Sicherungskräfte in den Westraum 1944).
+
 
 +
| Forschungstransfer: || colspan="3" | Enge Kooperation bei der Erprobung neuer Ortungsverfahren in norwegischen Gewässern, die später in die Minenabwehr-Ausrüstung der U-Boot-Waffe einflossen.
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
! colspan="3" | Literaturverweise
+
! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 +
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945: Gliederung, Einsatz, Stellenbesetzung. (Band II, Abschnitt Minensuchverbände).
+
 
 +
| BArch RM 69 / 24 || colspan="3" | Kriegstagebuch (KTB) der 13. Minensuchflottille (Einsatzberichte Skagerrak und Umgliederung 1944).
 
|-
 
|-
| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945. (Detaillierte Chronik der Flottillen-Umgliederungen).
+
 
 +
| BArch RM 61 || colspan="3" | Akten des Führers der Minensuchboote Nord (Materielle Abgabe von Booten an die 24. M-Flottille).
 
|-
 
|-
| Gröner, Erich || colspan="3" | Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. (Band 2, technische Daten zu den Booten M 201 bis M 204).
+
 
 +
| BArch RM 7 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur strategischen Verlegung der Sicherungskräfte in den Westraum 1944.
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
! colspan="3" |
+
! colspan="3" | Literaturverweise
 +
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
+
 
 +
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Abschnitt Minensuchverbände).
 +
|-
 +
 
 +
| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
 
|-
 
|-
 +
 +
| Gröner, Erich || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 2, technische Daten zu den Booten M 201 bis M 204).
 +
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | >>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
+
 
 +
| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 +
|-
 +
! colspan="3" |
 +
 
 +
|-
 +
| ||
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | '''<small>ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132</small>'''
+
 
 +
| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
|-
 
|-
 +
 +
|}
 
|}
 
|}

Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 14:20 Uhr

Verband 13. Minensuchflottille
Die 13. Minensuchflottille war ein zentraler Sicherungsverband der Kriegsmarine, der primär im Skagerrak und an der norwegischen Küste operierte. Ihre Geschichte ist geprägt durch den Einsatz bei der Besetzung Norwegens sowie durch eine massive Umstrukturierung im Jahr 1944, die zur Verstärkung der Sicherungskräfte im Ärmelkanal gegen die drohende alliierte Invasion führte.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Mobilmachung am 01.09.1939; im April 1940 Sicherung der Seewege nach Südnorwegen während des Unternehmen Weserübung.
Einsatzgebiete: Bis 1944 Schwerpunkt im Raum Kristiansand, Stavanger und Skagen. Ausrüstung vorwiegend mit Booten der Typen M 1935 und M 1940 (z. B. M 201, M 203, M 204).
Die Zäsur 1944: Im März 1944 personelle und materielle Abgabe zur Neuaufstellung der 24. Minensuchflottille; Verlegung erfahrener Besatzungen in den Ärmelkanal.
Kriegsende: Verbliebene Teile operierten bis Mai 1945 in dänischen Belten und der westlichen Ostsee. Nach dem 08.05.1945 Einsatz im Deutschen Minenräumdienst (G.M.S.A.).
Spezifische Merkmale & Technik
Bootstyp M 1940: Kohlebefeuerte Nachfolgetypen des M 1935, robuster und einfacher zu warten; technische Daten: 17 kn, Bewaffnung 1 x 10,5 cm, Flak und 30 Minen.
Tiefenräumung: Spezialisierung auf das Räumen in den tiefen norwegischen Fjorden unter Einsatz verstärkter Räumkabel und spezialisierter Scherbendrachen.
Verlegungstaktik: Koordination von „Durchbruchs-Geleiten“ im Skagerrak, um Schiffe trotz massiver alliierter Luftüberlegenheit und Minengefahr sicher nach Norwegen zu führen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Transit-Sicherung: Freihaltung der strategischen „Zwangswege“ im Skagerrak als einzige sichere Route für Boote vom Typ VII C oder Typ IX C auf dem Weg nach Norwegen.
U-Jagd-Schutz: Funktion als „Schild“ gegen britische U-Boot-Lauerstellungen in Küstennähe, um Frontbooten der 11. U-Flottille eine gefahrlose Passage zu ermöglichen.
Forschungstransfer: Enge Kooperation bei der Erprobung neuer Ortungsverfahren in norwegischen Gewässern, die später in die Minenabwehr-Ausrüstung der U-Boot-Waffe einflossen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 69 / 24 Kriegstagebuch (KTB) der 13. Minensuchflottille (Einsatzberichte Skagerrak und Umgliederung 1944).
BArch RM 61 Akten des Führers der Minensuchboote Nord (Materielle Abgabe von Booten an die 24. M-Flottille).
BArch RM 7 Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur strategischen Verlegung der Sicherungskräfte in den Westraum 1944.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Abschnitt Minensuchverbände).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 2, technische Daten zu den Booten M 201 bis M 204).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132