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| Dienststelle
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Führer der Unterseeboote West (F.d.U. West)
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| Die Dienststelle des F.d.U. West durchlief zwei Phasen: 1939 fungierte Kapitän zur See Dönitz kurzzeitig als F.d.U. West in Wilhelmshaven, bevor die Stelle nach Abschluss der Polen-Operationen aufgelöst wurde. Im Juli 1942 erfolgte die Neuaufstellung in Paris unter Kapitän zur See Hans-Rudolf Rösing. Ab Frühjahr 1943 operierte der Stab von Angers aus. Dem F.d.U. West oblagen primär administrative Aufgaben: Ein- und Auslaufregelungen, die Stellung von Geleitschutz sowie Werft- und Stützpunktfragen im besetzten Frankreich. Operative Führungsentscheidungen verblieben beim B.d.U. Im August 1944 verlegte der Stab infolge der Invasionskämpfe nach Bergen (Norwegen), wo ihm die Stützpunkte Bergen, Kristiansand-Süd und Stavanger unterstellt wurden. In dieser Phase schieden die in Frankreich verbleibenden Flottillen aus, während neue Verbände wie die 11. und 33. U-Flottille hinzutraten.
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| Historischer Kontext & Organisation
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| Phase I (1939): |
Kurzzeitige Formierung am 01.09.1939 in Wilhelmshaven zur Schwerpunktbildung im Westen; Auflösung am 19.09.1939 nach Einstellung der Ostsee-Operationen.
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| Phase II (1942): |
Juli 1942: Neuaufstellung in Paris; Stab zunächst nur aus dem F.d.U. West und einem Richter bestehend; enge personelle Verzahnung mit dem B.d.U.-Stab.
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| Standort Angers: |
Frühjahr 1943: Verlegung und Vollausbau des Stabes in Angers zur besseren Koordination der Atlantik-Flottillen und der logistischen Infrastruktur.
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| Verlagerung 1944: |
August 1944: Evakuierung aus Frankreich nach Bergen; strategische Neuausrichtung auf den Schutz der norwegischen Küste und der Eismeer-Operationen.
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| Spezifische operative Details & Aufgaben
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| Kompetenzen: |
Keine operative Einsatzleitung der Boote auf See; Fokus auf die truppendienstliche Führung der Flottillen und die Einsatzbereitschaft in den Stützpunkten.
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| Geleitzicherung: |
Organisation des Nahschutzes für ein- und auslaufende U-Boote in der Biskaya durch Zusammenarbeit mit den Sicherungs-Divisionen und der Luftwaffe.
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| Werftmanagement: |
Zentrale Steuerung der Instandsetzungsarbeiten in den U-Boot-Bunkern (Keroman, La Pallice etc.) zur Minimierung der Liegezeiten zwischen den Unternehmungen.
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| Unterstellte Verbände (Verlinkt)
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| Atlantik-Phase: |
1. U-Flottille, 2. U-Flottille, 3. U-Flottille, 6. U-Flottille, 7. U-Flottille, 9. U-Flottille, 10. U-Flottille, 12. U-Flottille
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| Norwegen-Phase: |
11. U-Flottille, 13. U-Flottille, 33. U-Flottille
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 87 |
B.d.U.: Akten zur Neuorganisation der F.d.U.-Dienststellen und Korrespondenz mit dem F.d.U. West (Paris/Angers).
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| BArch RM 7 / 2331 |
Seekriegsleitung: Akten zur strategischen Verlegung des F.d.U. West nach Norwegen im August 1944 und der Neuzuweisung der Befehlsbereiche.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Invenio-Nachweis für Stabsoffiziere (z.B. Hans-Rudolf Rösing) mit dokumentierten Verwendungen im Stab des F.d.U. West.
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| Literaturverweise
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. |
Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band II, Kapitel zur Organisation der Befehlshaber und regionalen Führer der U-Boote).
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| Hessler, Günter |
The U-Boat War in the Atlantic (Detaillierte Analyse der Befehlskette und der logistischen Aufgaben des F.d.U. West in Frankreich).
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| Herzog, Bodo |
Deutsche U-Boote 1906–1966 (Zusammenfassung der regionalen Kommandostrukturen und Verzeichnis der Flottillenunterstellungen).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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