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| Ausbildung
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Infanterieausbildung der Kriegsmarine
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| Die Infanterieausbildung war das fundamentale Erziehungswerkzeug der Reichs- und Kriegsmarine, um aus Zivilisten disziplinierte Soldaten zu formen. Sie fand unmittelbar nach dem Eintritt im Rahmen der Grundausbildung in den Schiffsstammabteilungen statt. Neben dem Formaldienst standen die Waffenausbildung am Karabiner 98k, Gefechtsdienst im Gelände und Wachdienst im Fokus. Für die U-Boot-Waffe war diese Schulung zur Stützpunktverteidigung gegen Kommando-Unternehmen essentiell. In der Endphase 1945 erlangte die Infanterieausbildung erneut kritische Bedeutung, als Marinepersonal massiv in Marine-Schützen-Bataillone für den Erdkampf überführt wurde. In den Stammrollen markiert dieser Lehrgang oft die Phase zwischen Bordkommandos oder die Vorbereitung auf den Dienst in den besetzten Gebieten.
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| Inhalte und Schwerpunkte
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| Formaldienst: |
Exerzieren mit und ohne Waffe, Marschieren im Verband und militärischer Gruß zur Einordnung in die Hierarchie und körperlichen Ertüchtigung.
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| Waffentechnik: |
Intensivschulung am Karabiner 98k; Schießen, Zerlegen, Reinigen und Handhabung unter Gefechtsbedingungen als soldatische Basiskompetenz.
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| Gefechtsdienst: |
Ausbildung in Tarnung, Geländebeurteilung, Überwinden von Hindernissen und Nahkampf zur Befähigung für den Küstenschutz und Landungsoperationen.
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| Wachdienst: |
Vorbereitung auf die Funktion als Wachgänger; Unterricht in Wachvorschriften und der Marine-Dienstvorschrift Nummer 293 (Bordordnung).
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Stützpunktschutz: |
Befähigung der Besatzungen zur infanteristischen Verteidigung der Bunkeranlagen (z.B. in Norwegen oder am Atlantik) bei feindlichen Landungen.
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| Alarmeinheiten: |
Einsatz der Personalreserve als mobile Sicherungskräfte; Nachschulung von U-Boot-Männern für den infanteristischen Einsatz in der Endschlacht 1945.
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| Biografischer Marker: |
Dokumentiert in den Personalakten (BArch PERS 6) die soldatische Grundqualifikation und die Phase der militärischen Sozialisation innerhalb der Marine.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 121 / 162 |
Marine-Ausbildungsabteilungen: Dienstvorschriften über die infanteristische Ausbildung des schwimmenden Personals der Kriegsmarine und Lehrgangsrichtlinien.
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| BArch RM 121 / 642 |
Personalwesen: Stammrollen der Marine-Lehrabteilungen mit Nachweisen über die Teilnahme an Infanterielehrgängen und Einzelbeurteilungen der Rekruten.
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| BArch RM 3 / 1024 |
OKM / Marinepersonalamt: Akten zur Aufstellung von Marine-Schützen-Verbänden aus der Personalreserve der U-Boot-Waffe und der Flotte 1944/45.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Personalwesen: Die infanteristische Ausbildung und die Organisation der Marine-Infanterie).
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| Tessin, Georg |
„Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur systematischen Übersicht der Marine-Infanterie-Einheiten und deren Ersatzgestellung).
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| Harnack, Wolfgang |
„Die Verteidigung der Küsten“ (Bietet Details zur operativen Rolle der Marine-Infanterie beim Schutz der U-Boot-Stützpunkte und Werftanlagen).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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