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Steuermannsmaatschüler

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Version vom 19. Februar 2026, 14:46 Uhr von Andreas (Diskussion | Beiträge)
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Ausbildung Steuermannsmaatschüler
Der Steuermannsmaatschüler war ein Unteroffizieranwärter in der Ausbildung zum ersten Unteroffiziersdienstgrad der navigatorischen Laufbahn (Steuermannsmaat). Diese Position markierte in der Reichsmarine und Kriegsmarine die entscheidende Stufe für den Aufstieg vom Mannschafts- in das Unteroffizierskorps und bildete die personelle Grundlage für die nautische Führung der Einheiten.
Auswahl, Status und Ausbildung
Selektion: Auswahl aus den Reihen besonders fähiger Obermatrosen; Nachweis überdurchschnittlicher Kenntnisse in Mathematik und technischem Verständnis für nautische Instrumente erforderlich.
Ausbildung (RM): Fokus auf handwerklicher Perfektion: Präzises Führen der Seekarte, eigenständige Koppelnavigation sowie Wartung und Justierung des Kreiselkompasses und des Sextanten.
Signaldienst: Obligatorische Beherrschung von Flaggen- und Lichtsignalen als Schnittstelle zum Kommandanten, oft geprüft auf Einheiten der 1. Minensuchhalbflottille.
Status: Kommandierung an eine Navigationsschule; administrativ verblieb der Schüler in der Personalreserve seiner Stammabteilung (z. B. I. Schiffsstammabteilung der Ostsee).
Spezifische Merkmale & U-Boot-Spezifik
Unterwasser-Nautik: Vorbereitung auf die Besonderheiten der Tiefensteuerung und der Navigation bei getauchter Fahrt unter erschwerten Bedingungen.
Technik-Integration: Besuch des Fahrgerät-Lehrgangs zur Bedienung automatischer Kurssteuerungsanlagen auf Booten vom Typ VII C oder Typ XXI.
Menschenführung: Unterricht in der M.Dv. Nr. 293 (Bordordnung) zur Vorbereitung auf die Aufsicht über Rudergänger und Wachgänger als künftiger Vorgesetzter.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Assistent der Brücke: Für die Seeoffiziere der Fähnrichskompanie war der Steuermannsmaat der wichtigste Assistent zur Entlastung von Routineaufgaben der Navigation.
Rückgrat der Sicherheit: Ein erfolgreicher Abschluss garantierte die navigatorische Sicherheit an Bord, insbesondere bei der Einsteuerung in enge Fjorde oder beim Anlaufen von Geleitzügen.
Aufstiegspotenzial: Die Ausbildung bildete das Fundament für die spätere Qualifizierung zum Obersteuermann (Navigator) oder den Aufstieg zum Offizier der Reserve (R.O.A.).
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 162 Dienstvorschriften über die Ausbildung und Prüfung der Steuermannsmaate (Navigation und Signaldienst).
BArch RM 123 Akten der Marineschulen (Lehrgangspläne und Teilnehmerlisten der Steuermannsschulen).
BArch PERS 6 Personalakten: Dokumentation der Beförderungsstufen vom Maatschüler zum Maat in der Laufbahn III.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel zur Unteroffiziersausbildung).
Giessler, Helmuth "Der Marine-Nachrichten- und Ortungsdienst" (Kontext zur Navigations- und Signalausbildung).
Rössler, Eberhard "Geschichte des deutschen U-Bootbaus" (Nautische Ausrüstung und Handhabung durch das Personal).
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