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U-Stützpunkt Bergen: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | Der südliche Hafen von Bergen wurde am 09.04.1940, am ersten Tag der Invasion, von den Deutschen erobert.Die Deutschen erkannten sofort das Potenzial mehrerer norwegischer Häfen und Häfen als Stützpunkte für die U-Bootteder Kriegsmarine, die die Nordsee und den Arktischen Ozean patrouillieren.Es würde die Heimat der [[11. U-Flottille]] werden.
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| || colspan="3" | Bergen war der erste norwegische Hafen, der als U-Boot-Basis eingerichtet wurde.Von Juli 1940 bis Kriegsende im Mai 1945 entstanden 270 U-Boot-Patrouillen in Bergen.Bergen war auch der Ort, an dem das einzige U-Boot vom Typ [[XXI]] für eine Patrouille im Krieg übrig war. U-2511 verließ den Hafen am 03.05.1945.
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! Stützpunkt
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! '''U-Stützpunkt Bergen'''
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| || colspan="3" | Die Planung für den ersten U-Boot-Bunker in Bergen begann Ende 1940 und wurde von der deutschen Militäringenieurgruppe, der Todt-Organisation, durchgeführt.Es koordinierte den Bau des ersten U-Boot-Bunkers in Bergen mit dem Codenamen Bruno sowie mehrerer anderer U-Boot-Bunker entlang der norwegischen Küste.Der Bau von Bruno begann 1941. Als es fertiggestellt war, hatte es sieben Stifte, von denen drei "trockene" Docks und drei "nasse" Docks waren.Der siebte Stift diente zur Aufbewahrung von Kraftstoff, Torpedos und anderen wichtigen Dingen.Der Bunker selbst hatte ein Dach mit einer Dicke von bis zu 6 Metern und eine Fläche von 131 Metern und 143 Metern.Sobald Bruno fertig war, konnte es bis zu 9 U-Boote aufnehmen.
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| colspan="3" | Der U-Boot-Stützpunkt Bergen in Norwegen war eine strategische Drehscheibe für Operationen gegen Nordmeer-Konvois und im Nordatlantik. Nach der Besetzung im Zuge des [[Unternehmen Weserübung]] (April 1940) diente der Ort aufgrund seiner geschützten Fjordlage als Hauptbasis für Frontflottillen und als wichtiger Instandsetzungsort für Boote der Typen [[VII C]] und [[IX C]].
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| Unterstellung: || colspan="3" | Operativ dem Admiral der norwegischen Westküste zugeordnet; truppendienstliche Führung durch die örtlichen Flottillenchefs.
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| Hauptverband: || colspan="3" | Sitz der [[11. U-Flottille]] (ab Mai 1942). Bergen wurde nach dem Verlust der Frankreich-Basen 1944 zum zentralen Rückzugsort der U-Boot-Waffe.
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| Sicherung: || colspan="3" | Schutz der Ansteuerungswege durch den Küstensicherungsverband norwegische Westküste sowie Einheiten unter dem Führer der Minensuchboote Nord.
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| Kriegsende: || colspan="3" | Mai 1945: Kapitulation gegenüber britischen Streitkräften. Bergen war einer der letzten aktiven Stützpunkte, von dem aus noch Feindfahrten gestartet wurden.
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| Bunker "Bruno": || colspan="3" | Massiver Schutzbau im Stadtteil Laksevåg (ab 1941) mit 7 Boxen für bis zu 9 Boote. Konstruiert durch die Organisation Todt mit bis zu 4 Meter starken Stahlbetondecken.
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| Werftkapazität: || colspan="3" | Umfassende Werkstätten für komplexe Instandsetzungen; Stationierung von Spezialisten für den Fahrgerät-Lehrgang zur Wartung der automatischen Steuerungen.
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| Logistik: || colspan="3" | Zentrale Bevorratung mit Torpedos, Brennstoff und Proviant. Der Signaldienst war für die Einweisung der einlaufenden Boote in die engen Fjordsysteme unverzichtbar.
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| Flak-Schutz: || colspan="3" | Massive artilleristische Sicherung der umliegenden Höhenzüge durch die Marine-Artillerie zur Abwehr schwerer britischer Luftangriffe (z. B. "Tallboy"-Bomben).
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| || colspan="3" | Bergen blieb in den ersten Jahren der Besatzung eine ruhige Basis und erlebte nur einen großen Luftangriff der Alliierten.1943 fügte die U-Boot-Basis zwei neue Bunker hinzu, U-Stützpunkt Prien und U-Stützpunkt Weddingen, zusammen mit einer Werft namens Danziger Werft.
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| Operationsbasis: || colspan="3" | Ausgangspunkt für die Bekämpfung der PQ-Konvois nach Murmansk. Die strategische Lage sparte den Booten im Vergleich zu deutschen Häfen mehrere Tage Anmarschweg.
 
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| || colspan="3" | Die U-Boot-Basis in Bergen wuchs nach der Befreiung Frankreichs durch die Westalliierten exponentiell, als der Oberbefehlshaber der U-Boot-Operationen im Westen (" FdU West ") von Angers, Frankreich, in die Stadt verlegt wurde.An der Basis wurde ein großes Expansionsprogramm durchgeführt und mehrere neue Flugabwehrkanonen zum Schutz der U-Boot-Bunker aufgestellt.Weitere Ingenieure und Techniker wurden nach Bergen verlegt, um den gestiegenen technischen Anforderungen der Basis gerecht zu werden. In dieser Zeit wurden auch zwei weitere Bunker mit dem Namen Werft Gemeinschaftslager 1 und Gemeinschaftslager 2 gebaut.
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| Ausbildung: || colspan="3" | Durchführung von Tieftauchversuchen und taktischen Übungen in den tiefen Gewässern des Byfjords unter realnahen Frontbedingungen.
 
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| || colspan="3" | Ende 1944 beschädigten mehrere britische Luftangriffe die U-Boot-Stützpunkte in Bergen.Während eines dieser Angriffe ging eine "Tallboy"- Bombe direkt durch das Dach von Stift 3, beschädigte sie irreparabel und stellte sie für den Rest des Krieges außer Betrieb.Die Basis wurde am 08.05.1945 zusammen mit dem restlichen besetzten Norwegen an die Alliierten übergeben, als sich alle deutschen Streitkräfte in Europa ergaben.Infolge der intensiven Bombardierung der Stadt Ende 1944 und 1945 war das Gebiet Bergen nach Kriegsende eine der am schlimmsten beschädigten Regionen im Süden Norwegens.
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| Lazarettwesen: || colspan="3" | Spezialisierte medizinische Betreuung durch den Flottillenarzt zur Regeneration der Besatzungen nach harten Eismeer-Unternehmungen.
 
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| BArch RM 7 / 843 || colspan="3" | Seekriegsleitung: Dokumentation der operativen Nutzung norwegischer Stützpunkte.
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| BArch RM 121 / 162 || colspan="3" | Dienstvorschriften der [[1. U-Lehrdivision|1. U.L.D.]] zur Ausbildung und Einweisung in Frontstützpunkte.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegänge von Kommandanten mit Stationierung am Stützpunkt Bergen.
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel Landorganisation Norwegen).
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| Rössler, Eberhard || colspan="3" | "Geschichte des deutschen U-Bootbaus" (Details zur Bunkeranlage "Bruno" und Werftkapazitäten).
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| Mallmann Showell, Jak P. || colspan="3" | "U-Boot-Stützpunkte und Bunker 1939–1945" (Dokumentation der norwegischen Basen).
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 14:37 Uhr

Stützpunkt U-Stützpunkt Bergen
Der U-Boot-Stützpunkt Bergen in Norwegen war eine strategische Drehscheibe für Operationen gegen Nordmeer-Konvois und im Nordatlantik. Nach der Besetzung im Zuge des Unternehmen Weserübung (April 1940) diente der Ort aufgrund seiner geschützten Fjordlage als Hauptbasis für Frontflottillen und als wichtiger Instandsetzungsort für Boote der Typen VII C und IX C.
Historischer Kontext & Organisation
Unterstellung: Operativ dem Admiral der norwegischen Westküste zugeordnet; truppendienstliche Führung durch die örtlichen Flottillenchefs.
Hauptverband: Sitz der 11. U-Flottille (ab Mai 1942). Bergen wurde nach dem Verlust der Frankreich-Basen 1944 zum zentralen Rückzugsort der U-Boot-Waffe.
Sicherung: Schutz der Ansteuerungswege durch den Küstensicherungsverband norwegische Westküste sowie Einheiten unter dem Führer der Minensuchboote Nord.
Kriegsende: Mai 1945: Kapitulation gegenüber britischen Streitkräften. Bergen war einer der letzten aktiven Stützpunkte, von dem aus noch Feindfahrten gestartet wurden.
Spezifische Merkmale & Infrastruktur
Bunker "Bruno": Massiver Schutzbau im Stadtteil Laksevåg (ab 1941) mit 7 Boxen für bis zu 9 Boote. Konstruiert durch die Organisation Todt mit bis zu 4 Meter starken Stahlbetondecken.
Werftkapazität: Umfassende Werkstätten für komplexe Instandsetzungen; Stationierung von Spezialisten für den Fahrgerät-Lehrgang zur Wartung der automatischen Steuerungen.
Logistik: Zentrale Bevorratung mit Torpedos, Brennstoff und Proviant. Der Signaldienst war für die Einweisung der einlaufenden Boote in die engen Fjordsysteme unverzichtbar.
Flak-Schutz: Massive artilleristische Sicherung der umliegenden Höhenzüge durch die Marine-Artillerie zur Abwehr schwerer britischer Luftangriffe (z. B. "Tallboy"-Bomben).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Operationsbasis: Ausgangspunkt für die Bekämpfung der PQ-Konvois nach Murmansk. Die strategische Lage sparte den Booten im Vergleich zu deutschen Häfen mehrere Tage Anmarschweg.
Ausbildung: Durchführung von Tieftauchversuchen und taktischen Übungen in den tiefen Gewässern des Byfjords unter realnahen Frontbedingungen.
Lazarettwesen: Spezialisierte medizinische Betreuung durch den Flottillenarzt zur Regeneration der Besatzungen nach harten Eismeer-Unternehmungen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 7 / 843 Seekriegsleitung: Dokumentation der operativen Nutzung norwegischer Stützpunkte.
BArch RM 121 / 162 Dienstvorschriften der 1. U.L.D. zur Ausbildung und Einweisung in Frontstützpunkte.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Kommandanten mit Stationierung am Stützpunkt Bergen.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel Landorganisation Norwegen).
Rössler, Eberhard "Geschichte des deutschen U-Bootbaus" (Details zur Bunkeranlage "Bruno" und Werftkapazitäten).
Mallmann Showell, Jak P. "U-Boot-Stützpunkte und Bunker 1939–1945" (Dokumentation der norwegischen Basen).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132