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U-Boote Ostsee: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | In der Organisationsstruktur der U-Boot-Ausbildung ist zwischen der Kommandobehörde U-Boote Ostsee und der ausführenden Kriegsschiffbaulehrabteilung (K.L.A.) U-Ostsee zu differenzieren. Während U-Boote Ostsee als regionale Führungsinstanz (unter dem F.d.U. Ausb.) die gesamte Ausbildung im Ostseeraum koordinierte, fungierte die im März 1941 aufgestellte K.L.A. U-Ostsee als die ihr unterstellte fachliche Lehreinheit. Letztere ging aus den dezentralen Baubelehrungskommanden (B.B.K.) hervor und wurde im Dezember 1942 in die 1. Kriegsschiffbaulehrabteilung umgewandelt.
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| colspan="3" | In der Organisationsstruktur ist zwischen der Kommandobehörde U-Boote Ostsee und der ausführenden Kriegsschiffbaulehrabteilung (K.L.A.) U-Ostsee zu differenzieren. Während U-Boote Ostsee das „Dach“ (die Dienststelle) bildete, war die K.L.A. das „Werkzeug“ (die Ausbildungseinheit). Die getrennte Nennung in der Literatur (z. B. Busch/Röll) ist primär chronologisch bedingt: In Phase 1 (bis März 1941) lief die Baubelehrung unter dem Namen der Dienststelle. In Phase 2 (ab März 1941) wurde die formelle K.L.A. U-Ostsee gegründet und die Boote dieser spezifischen Unterabteilung zugewiesen.
 
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! colspan="3" | Organisationsstruktur und Differenzierung
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! colspan="3" | Ablauf der Baubelehrung (Was dort geschah)
  
 
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| U-Boote Ostsee: || colspan="3" | Regionale Kommandobehörde und strategische Leitinstanz für alle Ausbildungseinrichtungen im Bereich der Marinestation der Ostsee.
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| Technischer Drill: || colspan="3" | Die Besatzung lernte jede Rohrleitung, jedes Ventil und jede elektrische Schaltung ihres Bootes im Detail kennen, während es noch am Ausrüstungskai lag.
 
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| K.L.A. U-Ostsee: || colspan="3" | Unterstellte, fachspezifische Lehrabteilung; verantwortlich für die technische Baubelehrung der Besatzungen direkt an den Werftstandorten.
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| Sicherheitsprüfung: || colspan="3" | Durchführung von Standproben der Motoren, Prüfung der Tauchzellen-Belüftung und Einweisung in die Bedienung der komplizierten Torpedo-Ausstoßrohre.
 
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| Vorgänger: || colspan="3" | Die K.L.A. U-Ostsee fasste ab März 1941 die zuvor dezentralen Baubelehrungskommanden (B.B.K.) in einer zentralen militärischen Einheit zusammen.
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| Team-Zusammenhalt: || colspan="3" | Erste Phase, in der die Männer als geschlossene Einheit (Crew) zusammenwuchsen und die Hierarchie unter dem Kommandanten und dem LI festigten.
 
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| Reorganisation: || colspan="3" | Umwandlung der K.L.A. U-Ostsee in die 1. K.L.A. im Dezember 1942; die übergeordnete Dienststelle U-Boote Ostsee blieb als Führungsstab bestehen.
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| Abnahme-Unterstützung: || colspan="3" | Unterstützung des U-Boot-Abnahmekommandos (U.A.K.) bei den ersten Probefahrten; Identifizierung von Werftmängeln für die sofortige Nachbesserung.
 
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! colspan="3" | Ermittelte Boote im Bereich U-Boote Ostsee
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! colspan="3" | Historische Einordnung (Chronologie & Organisation)
  
 
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| Phase 1 (bis 03/1941): || colspan="3" | Es existierte noch keine formelle Abteilung; die Baubelehrung erfolgte direkt unter der regionalen Dienststelle U-Boote Ostsee in Kiel.
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| Phase 2 (ab 03/1941): || colspan="3" | Gründung der formellen Kriegsschiffbaulehrabteilung (K.L.A.) U-Ostsee innerhalb der Dienststelle zur Zentralisierung der Ausbildung an den Ostseewerften.
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| Organisation: || colspan="3" | Beide Einheiten gehörten zusammen; U-Boote Ostsee steuerte die Planung, während die K.L.A. (Vorgänger B.B.K.) die praktische Unterweisung ausführte.
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| Reorganisation: || colspan="3" | Im Dezember 1942 wurde die K.L.A. U-Ostsee zur 1. K.L.A. umbenannt, um ein einheitliches Nummernschema in der gesamten Marineausbildung zu schaffen.
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| || colspan="3" | Wenn man beide einzeln aufgelistet hat, meinte man damit meist den Zeitpunkt der Baubelehrung:
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|Eintrag "U-Boote Ostsee" || colspan="3" |  Baubelehrung in der frühen Phase (vor der K.L.A.-Gründung).
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|Eintrag "K.L.A. U-Ostsee" || colspan="3" |  Baubelehrung nach der offiziellen Formierung der Lehrabteilung im November 1941.
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! colspan="3" | Ermittelte Boote
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| Boote (soweit ermittelt): || colspan="3" | Die Abteilung U-Ostsee betreute die Baubelehrungen für:
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| || colspan="3" | [[U 55]], [[U 69]], [[U 71]], [[U 72]], [[U 84]], [[U 86]], [[U 87]], [[U 93]], [[U 94]], [[U 96]], [[U 98]], [[U 101]], [[U 121]], [[U 140]], [[U 150]], [[U 151]], [[U 201]], [[U 203]], [[U 205]], [[U 208]], [[U 216]], [[U 372]], [[U 374]], [[U 401]], [[U 402]], [[U 403]], [[U 404]], [[U 407]], [[U 455]]
 
| || colspan="3" | [[U 55]], [[U 69]], [[U 71]], [[U 72]], [[U 84]], [[U 86]], [[U 87]], [[U 93]], [[U 94]], [[U 96]], [[U 98]], [[U 101]], [[U 121]], [[U 140]], [[U 150]], [[U 151]], [[U 201]], [[U 203]], [[U 205]], [[U 208]], [[U 216]], [[U 372]], [[U 374]], [[U 401]], [[U 402]], [[U 403]], [[U 404]], [[U 407]], [[U 455]]
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
  
 
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| BArch RM 121 || colspan="3" | U-Boots-Lehrdivisionen: Dokumentiert die Unterstellungsverhältnisse zwischen dem Stab U-Boote Ostsee und der K.L.A. U-Ostsee sowie deren Umbenennung.
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| BArch RM 121 || colspan="3" | U-Boots-Lehrdivisionen: Dokumentiert die Organisationsgeschichte, die Ausbildungsprogramme und den Übergang von der Dienststelle zur Abteilung.
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegänge mit Unterscheidung zwischen Stabsverwendungen bei U-Boote Ostsee und Ausbildungskommandos bei der K.L.A.
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| BArch RM 87 || colspan="3" | Befehlshaber der Unterseeboote: Belegt die operativen Zuweisungen der Besatzungen zu den Baulehrinstanzen der Ostseewerften.
 
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| BArch RM 31 || colspan="3" | Marinestation der Ostsee: Belegt die infrastrukturelle Trennung zwischen dem Führungsstab und den technischen Lehrbereichen.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalunterlagen: Invenio-Nachweis für Marineangehörige mit dem Vermerk „Baubelehrungslehrgang erfolgreich absolviert“.
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Ersatzwesen: Führung und Ausbildung der U-Boot-Waffe).
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| Busch / Röll || colspan="3" | „Der U-Boot-Krieg 1939-1945“ (Grundlage für die chronologische Unterscheidung zwischen Dienststelle und K.L.A.-Eintrag).
 
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| Rössler, Eberhard || colspan="3" | „Geschichte des deutschen U-Bootbaus“ (Detaillierte Analyse der hierarchischen Struktur zwischen Baubelehrung und Flottenkommando).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Systematische Darstellung der regionalen Stäbe und der Baulehrabteilungen).
 
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[[U-Boote Nordsee]] ← U-Boote Ostsee → [[Kriegsschiffbaulehrabteilung U-Nordsee]]
 
[[U-Boote Nordsee]] ← U-Boote Ostsee → [[Kriegsschiffbaulehrabteilung U-Nordsee]]

Aktuelle Version vom 28. Februar 2026, 09:20 Uhr

U-Boote Nordsee ← U-Boote Ostsee → Kriegsschiffbaulehrabteilung U-Nordsee

Verband U-Boote Ostsee / Kriegsschiffbaulehrabteilung U-Ostsee
In der Organisationsstruktur ist zwischen der Kommandobehörde U-Boote Ostsee und der ausführenden Kriegsschiffbaulehrabteilung (K.L.A.) U-Ostsee zu differenzieren. Während U-Boote Ostsee das „Dach“ (die Dienststelle) bildete, war die K.L.A. das „Werkzeug“ (die Ausbildungseinheit). Die getrennte Nennung in der Literatur (z. B. Busch/Röll) ist primär chronologisch bedingt: In Phase 1 (bis März 1941) lief die Baubelehrung unter dem Namen der Dienststelle. In Phase 2 (ab März 1941) wurde die formelle K.L.A. U-Ostsee gegründet und die Boote dieser spezifischen Unterabteilung zugewiesen.
Ablauf der Baubelehrung (Was dort geschah)
Technischer Drill: Die Besatzung lernte jede Rohrleitung, jedes Ventil und jede elektrische Schaltung ihres Bootes im Detail kennen, während es noch am Ausrüstungskai lag.
Sicherheitsprüfung: Durchführung von Standproben der Motoren, Prüfung der Tauchzellen-Belüftung und Einweisung in die Bedienung der komplizierten Torpedo-Ausstoßrohre.
Team-Zusammenhalt: Erste Phase, in der die Männer als geschlossene Einheit (Crew) zusammenwuchsen und die Hierarchie unter dem Kommandanten und dem LI festigten.
Abnahme-Unterstützung: Unterstützung des U-Boot-Abnahmekommandos (U.A.K.) bei den ersten Probefahrten; Identifizierung von Werftmängeln für die sofortige Nachbesserung.
Historische Einordnung (Chronologie & Organisation)
Phase 1 (bis 03/1941): Es existierte noch keine formelle Abteilung; die Baubelehrung erfolgte direkt unter der regionalen Dienststelle U-Boote Ostsee in Kiel.
Phase 2 (ab 03/1941): Gründung der formellen Kriegsschiffbaulehrabteilung (K.L.A.) U-Ostsee innerhalb der Dienststelle zur Zentralisierung der Ausbildung an den Ostseewerften.
Organisation: Beide Einheiten gehörten zusammen; U-Boote Ostsee steuerte die Planung, während die K.L.A. (Vorgänger B.B.K.) die praktische Unterweisung ausführte.
Reorganisation: Im Dezember 1942 wurde die K.L.A. U-Ostsee zur 1. K.L.A. umbenannt, um ein einheitliches Nummernschema in der gesamten Marineausbildung zu schaffen.
Wenn man beide einzeln aufgelistet hat, meinte man damit meist den Zeitpunkt der Baubelehrung:
Eintrag "U-Boote Ostsee" Baubelehrung in der frühen Phase (vor der K.L.A.-Gründung).
Eintrag "K.L.A. U-Ostsee" Baubelehrung nach der offiziellen Formierung der Lehrabteilung im November 1941.
Ermittelte Boote
Boote (soweit ermittelt): Die Abteilung U-Ostsee betreute die Baubelehrungen für:
U 55, U 69, U 71, U 72, U 84, U 86, U 87, U 93, U 94, U 96, U 98, U 101, U 121, U 140, U 150, U 151, U 201, U 203, U 205, U 208, U 216, U 372, U 374, U 401, U 402, U 403, U 404, U 407, U 455
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 U-Boots-Lehrdivisionen: Dokumentiert die Organisationsgeschichte, die Ausbildungsprogramme und den Übergang von der Dienststelle zur Abteilung.
BArch RM 87 Befehlshaber der Unterseeboote: Belegt die operativen Zuweisungen der Besatzungen zu den Baulehrinstanzen der Ostseewerften.
BArch PERS 6 Personalunterlagen: Invenio-Nachweis für Marineangehörige mit dem Vermerk „Baubelehrungslehrgang erfolgreich absolviert“.
Literaturverweise
Busch / Röll „Der U-Boot-Krieg 1939-1945“ (Grundlage für die chronologische Unterscheidung zwischen Dienststelle und K.L.A.-Eintrag).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Systematische Darstellung der regionalen Stäbe und der Baulehrabteilungen).
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