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U-Boote Nordsee: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 28. Februar 2026, 09:21 Uhr

4. U-Lehrdivision ← U-Boote Nordsee → U-Boote Ostsee

Verband U-Boote Nordsee / Kriegsschiffbaulehrabteilung U-Nordsee
In der Organisationsstruktur ist zwischen der Kommandobehörde U-Boote Nordsee und der ausführenden Kriegsschiffbaulehrabteilung (K.L.A.) U-Nordsee zu differenzieren. Während U-Boote Nordsee das „Dach“ (die Dienststelle) bildete, war die K.L.A. das „Werkzeug“ (die Ausbildungseinheit). Die getrennte Nennung in der Literatur (z. B. Busch/Röll) ist primär chronologisch bedingt: In Phase 1 (bis Nov. 1941) lief die Baubelehrung unter dem Namen der Dienststelle. In Phase 2 (ab Nov. 1941) wurde die formelle K.L.A. U-Nordsee gegründet und die Boote dieser spezifischen Unterabteilung zugewiesen.
Ablauf der Baubelehrung (Was dort geschah)
Technischer Drill: Die Besatzung lernte jede Rohrleitung, jedes Ventil und jede elektrische Schaltung ihres Bootes im Detail kennen, während es noch am Ausrüstungskai lag.
Sicherheitsprüfung: Durchführung von Standproben der Motoren, Prüfung der Tauchzellen-Belüftung und Einweisung in die Bedienung der komplizierten Torpedo-Ausstoßrohre.
Team-Zusammenhalt: Erste Phase, in der die Männer als geschlossene Einheit (Crew) zusammenwuchsen und die Hierarchie unter dem Kommandanten und dem LI festigten.
Abnahme-Unterstützung: Unterstützung des U-Boot-Abnahmekommandos (U.A.K.) bei den ersten Probefahrten; Identifizierung von Werftmängeln für die sofortige Nachbesserung.
Historische Einordnung (Chronologie & Organisation)
Phase 1 (bis 11/1941): Es existierte noch keine formelle Abteilung; die Baubelehrung erfolgte direkt unter der Dienststelle U-Boote Nordsee.
Phase 2 (ab 11/1941): Gründung der formellen Kriegsschiffbaulehrabteilung (K.L.A.) U-Nordsee innerhalb der Dienststelle zur Bewältigung der wachsenden Bürokratie und Neubauzahlen.
Organisation: Beide Einheiten gehörten zusammen; U-Boote Nordsee steuerte die Planung, während die K.L.A. die praktische Unterweisung an den Werftstandorten ausführte.
Wenn man beide einzeln aufgelistet hat, meinte man damit meist den Zeitpunkt der Baubelehrung:
Eintrag "U-Boote Nordsee" Baubelehrung in der frühen Phase (vor der K.L.A.-Gründung).
Eintrag "K.L.A. U-Nordsee" Baubelehrung nach der offiziellen Formierung der Lehrabteilung im November 1941.
Ermittelte Boote
Boote (soweit ermittelt): Die Abteilung U-Nordsee betreute die Baubelehrungen für:
U 65, U 66, U 67, U 73, U 74, U 77, U 78, U 79, U 80, U 81, U 82, U 103, U 104, U 106, U 108, U 109, U 110, U 123, U 124, U 125, U 134, U 135, U 171, U 251, U 331, U 335, U 502, U 551, U 552, U 553, U 555, U 558, U 567, U 582, U 593, U 602, U 659.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 123 Akten der Unterseeboot-Ausbildungseinheiten: Dokumentiert die detaillierten Ausbildungsprogramme und Dienstvorschriften für die Baubelehrung.
BArch RM 87 Befehlshaber der Unterseeboote: Belegt die operativen Zuweisungen der Besatzungen zu den Baulehrinstanzen der Werften.
BArch PERS 6 Personalunterlagen: Invenio-Nachweis für Marineangehörige mit dem Vermerk „Baubelehrungslehrgang erfolgreich absolviert“.
Literaturverweise
Busch / Röll „Der U-Boot-Krieg 1939-1945“ (Grundlage für die chronologische Unterscheidung zwischen Dienststelle und K.L.A.-Eintrag).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Systematische Darstellung der regionalen Stäbe und der Baulehrabteilungen).
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