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| Datenblatt:
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Unterseeboot U 2
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| U 2 war ein Boot vom Typ II A der deutschen Kriegsmarine. Dieser Typ war der erste U-Boot-Neubau nach dem Ersten Weltkrieg und bildete die Grundlage für den Wiederaufbau der deutschen U-Boot-Waffe. Aufgrund seiner geringen Größe und der extrem beengten Platzverhältnisse wurde der Typ von den Besatzungen auch als „Einbaum“ bezeichnet. Da der Typ II A primär für den küstennahen Einsatz und zu Ausbildungszwecken konstruiert war, verfügte er über eine sehr begrenzte Reichweite von nur etwa 1.600 Seemeilen. Mit einer extrem kurzen Tauchzeit von ca. 20 Sekunden und einer hohen Wendigkeit war das Boot jedoch ein hervorragendes Schulungsobjekt. Wegen der geringen Bewaffnung von nur drei Bugtorpedorohren und des Fehlens von Heckrohren wurden die sechs gebauten Boote nach den ersten Einsätzen zu Beginn des Zweiten Weltkriegs fast ausschließlich als Schulboote in der Ostsee verwendet.
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| Nach zwei Unternehmen in der Nordsee und der Teilnahme am Unternehmen Weserübung in Norwegen wurde U 2 aus der Front gezogen und fortan als Schulboot eingesetzt. Die Dienstzeit des Bootes endete am 08.04.1944 um 07:15 Uhr in der Ostsee. Bei der Ansteuerungstonne westlich von Pillau sank U 2 infolge einer Kollision mit dem deutschen Fischdampfer Helmi Söhle. Bei diesem Unglück kamen 17 Besatzungsmitglieder ums Leben, während 18 Männer gerettet werden konnten.
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| Allgemeines
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| Typ: |
II A
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| Bauauftrag: |
02.02.1935
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| Bauwerft: |
Deutsche Werke AG, Kiel
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| Serie: |
U 1 - U 6
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| Baunummer: |
237
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| Kiellegung: |
11.02.1935
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| Stapellauf: |
01.07.1935
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| Indienststellung: |
25.07.1935
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| Kommandant: |
Hermann Michahelles
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| Feldpostnummer: |
M - 27 610
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| Kommandanten
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| 25.07.1935 - 30.09.1936 |
Oberleutnant zur See - Hermann Michahelles
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| 01.10.1936 - 31.01.1938 |
Oberleutnant zur See - Heinrich Liebe
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| 31.01.1938 - 16.03.1939 |
Kapitänleutnant - Herbert Schultze
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| 17.03.1939 - 05.08.1940 |
Kapitänleutnant - Helmut Rosenbaum
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| 07.07.1940 - 05.08.1940 |
Oberleutnant zur See - Hans Heidtmann
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| 06.08.1940 - 14.10.1941 |
Kapitänleutnant - Georg von Wilamowitz-Möllendorff
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| 00.10.1941 - 15.05.1942 |
Oberleutnant zur See - Karl Kölzer
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| 16.05.1942 - 19.11.1942 |
Oberleutnant zur See - Werner Schwaff
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| 20.11.1942 - 12.12.1943 |
Oberleutnant zur See - Helmut Herglotz
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| 13.12.1943 - 08.04.1944 |
Oberleutnant zur See - Wolfgang Schwarzkopf
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| Flottillen
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| 00.07.1935 - 00.08.1939 |
Schulboot - U-Bootschulflottille, Kiel - Neustadt
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| 01.09.1939 - 00.02.1940 |
Schulboot - U-Bootschulflottille, Neustadt
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| 00.03.1940 - 00.04.1940 |
Frontboot - U-Bootschulflottille, Neustadt
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| 00.05.1940 - 30.06.1940 |
Schulboot - U-Bootschulflottille, Neustadt
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| 01.07.1940 - 08.04.1944 |
Schulboot - 21. U-Flottille, Pillau
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| 1. Unternehmung
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| 15.03.1940 - 15.03.1940 |
Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Brunsbüttel
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| 16.03.1940 - 29.03.1940 |
Ausgelaufen von Brunsbüttel - Eingelaufen in Wilhelmshaven
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| U 2, unter Kapitänleutnant Helmut Rosenbaum, lief am 15.03.1940 von Kiel aus. Nach dem Marsch durch den Kaiser Wilhelm Kanal, und Warten auf das Eisgeleit in Brunsbüttel, operierte das Boot in der Nordsee. Es sollte vor Lindesnes gegen britische U-Boote agieren. Nach 13 Tagen und zurückgelegten 1.185,5 sm über und 248,5 sm unter Wasser, lief U 2 am 28.03.1940 in Wilhelmshaven ein. U 2 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
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| 2. Unternehmung
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| 04.04.1940 - 15.04.1940 |
Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Wilhelmshaven
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| U 2, unter Kapitänleutnant Helmut Rosenbaum, lief am 04.04.1940, zum Unternehmen Weserübung, von Wilhelmshaven aus. Das Boot operierte in der Nordsee. Es gehörte zur Gruppe 8 die vor Lindesnes operieren sollte. Nach 11 Tagen und zurückgelegten 991 sm über und 212 sm unter Wasser, lief U 2 am 15.04.1940 wieder in Wilhelmshaven ein. U 2 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
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| Verlegungsfahrt
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| 21.04.1940 - 21.04.1940 |
Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Kiel
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| U 2, unter Kapitänleutnant Helmut Rosenbaum, lief am 21.04.1940 von Wilhelmshaven aus. Das Boot verlegte, nach dem Unternehmen Weserübung, zusammen mit U 3, U 5 und U 6, durch den Kaiser Wilhelm Kanal, nach Kiel. Am 21.04.1940 lief U 2 in Kiel ein.
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| Verlegungsfahrt
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| 24.04.1940 - 24.04.1940 |
Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Neustadt
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| U 2, unter Kapitänleutnant Helmut Rosenbaum, lief am 24.04.1940 von Kiel aus. Das Boot verlegte, von Kiel, zur 21. U-Flottille nach Neustadt, und später nach Pillau, wo es als Schulboot eingesetzt wurde.
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| Verlustursache
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| Datum: |
08.04.1944
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| Letzter Kommandant: |
Wolfgang Schwarzkopf
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| Ort: |
Ostsee
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| Position: |
54° 48' Nord - 19° 55' Ost
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| Planquadrat: |
AO 9596
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| Verlust durch: |
Kollision
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| Tote: |
17
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| Überlebende: |
18
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| Klick hier → Besatzungsliste U 2
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| Verlustursache im Detail
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| U 2 ist am 08.04.1944 um 07:15 Uhr in der Ostsee bei der Ansteuerungstonne westlich von Pillau, als Schulboot, nach einer Kollision mit dem deutschen Fischdampfer Helmi Söhle gesunken. Das Boot wurde am 09.04.1944 gehoben und außer Dienst gestellt. Später in Pillau/Seekanal ausgeschlachtet.
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 98 |
Kriegstagebücher (KTB) der U-Boote: Lückenlose Dokumentation der Feindfahrten, taktischen Entscheidungen und Versenkungsergebnisse einzelner Boote.
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| BArch RM 87 |
Befehlshaber der Unterseeboote (B.d.U.): Akten zur operativen Führung, zu Funkbefehlen, taktischen Anweisungen und allgemeinen Lageberichten.
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| BArch RM 20 |
Inspektion des Unterseebootwesens: Unterlagen zu technischen Erprobungen, Baubeschreibungen neuer Typen und Berichte über die Ausbildung.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung (Skl): Strategische Berichte zur Lage der U-Boot-Waffe im Gesamtraum und zur Koordination mit anderen Teilstreitkräften.
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| BArch RM 210 |
Auswertung von Feindfahrten: Berichte der Kommandanten nach der Rückkehr sowie medizinische und technische Erfahrungsberichte.
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| Literaturverweise
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| Rainer Busch/Hans-Joachim Röll |
"Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 93, 98, 128, 145, 161, 196, 221, 223, 224, 255. | → Amazon
|
| Rainer Busch/Hans-Joachim Röll |
"Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 15, 27, 190. | → Amazon
|
| Rainer Busch/Hans-Joachim Röll |
"Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 215. | → Amazon
|
| Axel Niestlé |
"German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 30. | → Amazon
|
| Herbert Ritschel |
"Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 1 - U 50" - Eigenverlag - S. 4-5. | → Amazon
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| ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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