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U 12: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | U 12 erhielt den Befehl, im Ärmelkanal gegen Truppentransporte zwischen Großbritannien und Frankreich zu operieren. Nach dem Auslaufen aus Wilhelmshaven gingen keine Meldungen vom Boot mehr ein. Es wurde mit Wirkung zum 20.10.1939 als vermisst gemeldet. In Ermangelung eines alliierten Angriffs, der den Verlust erklären könnte, besteht die Möglichkeit, dass U 12 während der Hin- oder Rückfahrt durch die Straße von Dover in der Minensperre Dover-Calais durch eine Mine verloren ging. Die Leiche seines Kommandanten, Kaptlt. von der Ropp, wurde an der französischen Küste bei Dünkirchen an Land gespült. Dies wurde von den Franzosen am 29.10.1939 bekanntgegeben. ([[Dr. Axel Niestlé]] - S. 215)
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| BArch RM 20 || colspan="3" | Inspektion des Unterseebootwesens: Unterlagen zu technischen Erprobungen, Baubeschreibungen neuer Typen und Berichte über die Ausbildung.
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung (Skl): Strategische Berichte zur Lage der U-Boot-Waffe im Gesamtraum und zur Koordination mit anderen Teilstreitkräften.
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| BArch RM 210 || colspan="3" | Auswertung von Feindfahrten: Berichte der Kommandanten nach der Rückkehr sowie medizinische und technische Erfahrungsberichte.
 
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Aktuelle Version vom 14. März 2026, 13:34 Uhr

U 11 ← U 12 → U 13

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Datenblatt: Unterseeboot U 12
U 12 war ein Boot vom Typ II B der deutschen Kriegsmarine. Dieser Typ war eine verbesserte Weiterentwicklung des Typs II A und wurde aufgrund seiner geringen Größe und der beengten Platzverhältnisse von den Besatzungen auch als „Einbaum“ bezeichnet. Im Vergleich zum Vorgänger war der Rumpf des Typs II B um ca. 1,80 Meter verlängert, was den Einbau größerer Treibstoffbunker ermöglichte und die Reichweite auf rund 3.100 Seemeilen fast verdoppelte. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs gehörte das Boot zur U-Flottille Lohs und absolvierte insgesamt zwei Unternehmungen in der Nordsee und der Straße von Dover, wobei dem Boot keine Versenkungen oder Beschädigungen feindlicher Schiffe gelangen. Das Schicksal des Bootes endete während der zweiten Feindfahrt im Herbst 1939. U 12 ist seit dem Auslaufen am 23.09.1939 verschollen. Das Boot sank eventuell am 05.10.1939 im Ärmelkanal vor Dover in einer britischen Minensperre. Die gesamte Besatzung von 27 Mann, einschließlich des Kommandanten, kamen ums Leben.
Allgemeines
Typ: II B
Bauauftrag: 20.07.1934
Bauwerft: Krupp Germaniawerft, Kiel
Baunummer: 546
Serie: U 7 - U 12
Kiellegung: 25.03.1935
Stapellauf: 11.09.1935
Indienststellung: 30.09.1935
Kommandant: Werner von Schmidt
Feldpostnummer: M - 17 865
Kommandanten
30.09.1935 - 01.10.1937 Kapitänleutnant - Werner von Schmidt
00.12.1936 - 01.10.1937 Kapitänleutnant - Hans Pauckstadt
10.10.1937 - 30.09.1938 Kapitänleutnant - Dietrich von der Ropp
05.01.1939 - 00.01.1939 Oberleutnant zur See - Georg-Wilhelm Schulz
05.01.1939 - 23.09.1939 Kapitänleutnant - Dietrich von der Ropp
Flottillen
00.09.1935 - 00.08.1939 Schulboot - U-Flottille Weddigen bzw. U-Flottille Lohs, Kiel
01.09.1939 - 23.09.1939 Frontboot - U-Flottille Lohs, Kiel
Verlegungsfahrt
24.08.1939 - 24.08.1939 Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Wilhelmshaven
U 12, unter Kapitänleutnant Dietrich von der Ropp, lief am 24.08.1939 von Kiel aus. Das Boot verlegte, zusammen mit U 16, U 20 und U 24, in Vorbereitung auf den drohenden Kriegsausbruch, nach Wilhelmshaven. Nach dem Marsch durch den Kaiser Wilhelm Kanal, lief U 12 am 24.08.1939 in Wilhelmshaven ein.
1. Unternehmung
25.08.1939 - 09.09.1939 Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Kiel
U 12, unter Kapitänleutnant Dietrich von der Ropp, lief am 25.08.1939 von Wilhelmshaven aus. Das Boot operierte in der mittleren Nordsee/Großen Fischerbank. Nach 15 Tagen, lief U 12 am 09.09.1939 in Kiel ein. U 12 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Klick hier → Original KTB für die 1. Unternehmung
2. Unternehmung
18.09.1939 - 19.09.1939 Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Wilhelmshaven
23.09.1939 - 00.09.1939/00.10.1939 Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Boot verschollen
U 12, unter Kapitänleutnant Dietrich von der Ropp, lief am 18.09.1939 von Kiel aus. Das Boot verlegte, durch den Kaiser Wilhelm Kanal, nach Wilhelmshaven. Am 19.09.1939 lief U 12 in Wilhelmshaven ein. Am 23.09.1939 lief U 12 von Wilhelmshaven zur 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte in der Nordsee und der Straße von Dover. U 12 meldete sich seit dem Auslaufen nicht mehr. Es ist wahrscheinlich in einer britischen Minensperre gesunken. U 12 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Klick hier → Original KTB für die 2. Unternehmung (B.d.U.Op.)
Verlustursache
Datum: 00.09.1939/00.10.1939
Letzter Kommandant: Dietrich von der Ropp
Ort: Nordsee/Ärmelkanal
Position: (51° 10' Nord - 01° 30' Ost)
Planquadrat: (AN 7994)
Verlust durch: Verschollen/Mine
Tote: 27
Überlebende: 0
Klick hier → Besatzungsliste U 12
Verlustursache im Detail
U 12 ist seit dem Auslaufen am 23.09.1939 verschollen. Das Boot sank eventuell am 05.10.1939 im Ärmelkanal vor Dover in einer britischen Minensperre. Dieses Minenfeld wurde von Briten und Franzosen zwischen dem 11.09.1939 und dem 17.09.1939 zwischen Dover und Cap Gris Nez gelegt und bestand aus zirka 3.000 Minen.
U 12 erhielt den Befehl, im Ärmelkanal gegen Truppentransporte zwischen Großbritannien und Frankreich zu operieren. Nach dem Auslaufen aus Wilhelmshaven gingen keine Meldungen vom Boot mehr ein. Es wurde mit Wirkung zum 20.10.1939 als vermisst gemeldet. In Ermangelung eines alliierten Angriffs, der den Verlust erklären könnte, besteht die Möglichkeit, dass U 12 während der Hin- oder Rückfahrt durch die Straße von Dover in der Minensperre Dover-Calais durch eine Mine verloren ging. Die Leiche seines Kommandanten, Kaptlt. von der Ropp, wurde an der französischen Küste bei Dünkirchen an Land gespült. Dies wurde von den Franzosen am 29.10.1939 bekanntgegeben. (Dr. Axel Niestlé - S. 215)
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 98 Kriegstagebücher (KTB) der U-Boote: Lückenlose Dokumentation der Feindfahrten, taktischen Entscheidungen und Versenkungsergebnisse einzelner Boote.
BArch RM 87 Befehlshaber der Unterseeboote (B.d.U.): Akten zur operativen Führung, zu Funkbefehlen, taktischen Anweisungen und allgemeinen Lageberichten.
BArch RM 20 Inspektion des Unterseebootwesens: Unterlagen zu technischen Erprobungen, Baubeschreibungen neuer Typen und Berichte über die Ausbildung.
BArch RM 7 Seekriegsleitung (Skl): Strategische Berichte zur Lage der U-Boot-Waffe im Gesamtraum und zur Koordination mit anderen Teilstreitkräften.
BArch RM 210 Auswertung von Feindfahrten: Berichte der Kommandanten nach der Rückkehr sowie medizinische und technische Erfahrungsberichte.
Literaturverweise
Clay Blair "Der U-Boot-Krieg - Die Jäger 1939 - 1942" - Heyne Verlag 1998 - S. 133. | → Amazon
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 176, 196, 210, 221. | → Amazon
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 16, 23, 194. | → Amazon
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 13. | → Amazon
Axel Niestlé "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 31, 215. | → Amazon
Herbert Ritschel "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 1 - U 50" - Eigenverlag - S. 38. | → Amazon
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